Datteln in der Schwangerschaft und wie meine geburtsvorbereitende Ernährung wirklich ausgesehen hat
Die letzten Wochen vor der Geburt: meine geburtsvorbereitende Ernährung
Auch wenn ich richtig gerne schwanger war – am Ende wurde es auch mir zu viel. Der dicke Bauch, die Unbeweglichkeit, die Kreuzschmerzen… ich wollte die Geburt endlich hinter mich bringen. Und ich wollte meinen Körper so gut es geht auf die Geburt vorbereiten: durch Bewegung und durch geburtsvorbereitende Ernährung. Dabei habe ich mich nicht auf Trends oder Diäten verlassen, sondern auf eine nährstoffreiche, wissenschaftlich fundierte Ernährung und Datteln in der Schwangerschaft, um mich und mein Baby optimal zu versorgen. Was ich bei meinen Recherchen zu einer geburtsvorbereitenden Ernährung besonders spannend fand:
1) die von den sozialen Medien so heiß geliebte Louwen-Diät ist wissenschaftlich noch nicht wirklich belegt – lies dir dazu gerne meinen Beitrag: Diätwahn in der Schwangerschaft: warum ich die Louwen-Diät kritisch sehe durch!
2) Datteln in der Schwangerschaft hingegen sollen laut Studien helfen, die Geburt zu erleichtern!
Was ich in den letzten Wochen täglich gegessen habe
Um meinen Körper zu unterstützen, habe ich in den letzten Wochen vor der Geburt besonders auf folgende Lebensmittel gesetzt:
- Topfen (Quark) als Eiweißquelle für die Muskeln & zur Unterstützung der Geweberegeneration
- Obst als Vitaminquelle, um das Immunsystem zu stärken und Erkältungen zu vermeiden
- Haferflocken für eine stabile Energieversorgung, falls die Geburt spontan losgeht. Für alle, die gern warm frühstücken hab ich hier mein liebstes Porridge Rezept: Apfel-Zimt-Porridge mit Kardamom und Nüssen.
- Leinsamen um Verstopfung vorzubeugen (denn das ist das Letzte, was man vor der Geburt braucht!)
- Grünes Blattgemüse für die Blutbildung und zur Vorbeugung von Müdigkeit
- Wasser, Wasser, Wasser – klingt simpel, hilft aber wirklich gegen Wassereinlagerungen (und ja im Hochsommer und Hochschwanger, hatte ich diese natürlich)
- Datteln für eine kürzere Eröffnungsphase & natürliche Wehenförderung
Die spannendsten Fragen rund um Datteln in der Schwangerschaft
Warum Datteln in der Schwangerschaft kurz vor der Geburt helfen können
Datteln sind nicht nur lecker, sondern enthalten auch viele wertvolle Nährstoffe: Ballaststoffe, Magnesium, Kalium und Antioxidantien. Doch das wirklich Spannende: Mehrere Studien zeigen, dass der Konsum von Datteln die Geburt positiv beeinflussen kann.
Was sagt die Wissenschaft?
- Studie 1 (Al-Kuran et al., 2011, PubMed): Frauen, die in den letzten vier Wochen täglich sechs Datteln gegessen haben, hatten eine kürzere Eröffnungsphase und benötigten weniger medizinische Eingriffe.
- Studie 2 (Jafari et al., 2017, PubMed): Der Konsum von Datteln vor der Geburt kann helfen, die Gebärmutter auf die Wehen vorzubereiten und die Notwendigkeit einer Einleitung zu reduzieren.
- Studie 3 (Kordi et al., 2020, PubMed): Frauen, die Datteln aßen, hatten eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Geburt natürlich einsetzte und weniger Bedarf an Schmerzmitteln.
Der Beitrag „Geburtsvorbereitung mit Datteln – die Studienlage“ von Anja und Marie, fasst die Studienlage zusammen und erläutert, wie Datteln den Geburtsprozess unterstützen können.
Ab wann können Datteln vor der Geburt wirkungsvoll sein?
Die meisten Studien empfehlen, ab der 36. Schwangerschaftswoche täglich 6 Datteln (ca. 70-75 g) zu essen. Alternativ kannst du sie in Smoothies, Energy Balls oder Porridge integrieren.
Hier findest du meine 2 Rezepte für Energy Balls:
Dattel-Power für den Kopf: So stärkst du dein Mindset für die Geburt
Doch du kannst noch mehr machen, als dich rein auf die Kraft der Datteln zuverlassen. Die Verbindung zwischen Körper und Geist ist enorm kraftvoll und genau das kannst du für eine entspannte, selbstbestimmte Geburt nutzen.
Mini-Mentaltraining: So stärkst du dein Vertrauen in die Geburt

Jedes Mal, wenn du eine Dattel isst, verknüpfe diesen Moment mit einem positiven Gedanken zur Geburt.
Sprich die selbst Mut, Vorfreude und Kraft zu.
Stell dir vor, wie dein Körper sich öffnet, wie du ruhig atmest und voller Vertrauen bist.
Nutze diesen kleinen „Dattel-Moment“ als tägliche Erinnerung daran, dass dein Körper genau weiß, was zu tun ist.
Durch diese bewusste Verknüpfung schaffst du eine mentale Routine, die dir hilft, Ängste abzubauen und mit mehr Zuversicht in die Geburt zu gehen.
Falls du dann während der Geburt einen Energiekick brauchst, stell dir Datteln griffbereit hin. Dein Körper hat in den vergangenen Wochen gelernt: Datteln = Energie, Kraft & Vertrauen.
Allerdings kann ich dir nicht versprechen, dass du in den Wehenpausen sonderlich viel Lust haben wirst, was zu essen. Ich zumindest war gedanklich einfach nur bei der Geburt und habe so gut wie alles um mich herum ausgeblendet. Aber allein der Anblick an die Datteln wird dein Unterbewusstsein an dein Ritual der letzten Wochen erinnern – und deinem Körper einen kraftvollen Push geben.
Mein Fazit zur geburtsvorbereitenden Ernährung
Anstatt mich auf Diäten oder strikte Regeln zu verlassen, habe ich mich auf eine nährstoffreiche, ausgewogene Ernährung konzentriert. Dabei waren Datteln ein super hilfreicher Begleiter – ob sie am Ende tatsächlich den Geburtsverlauf beeinflusst haben, kann ich nicht sagen. Aber sie haben mir Energie geliefert und ich hatte das Gefühl, meinen Körper bestmöglich zu unterstützen.

Studentin der Ernährungswissenschaften, stillende Mama, zertifizierte Ernährungsberaterin, begeisterte Hobbyköchin, wanderbegeisterter Outdoor-Fan.
Mein Ziel bei MamaMahlzeit ist es, (werdenden) Mamas zu zeigen, dass gesunde Ernährung nicht kompliziert sein muss. Mit einfachen Rezepten und viel Geschmack will ich mehr Leichtigkeit in den hektischen Mamaalltag bringen.
Du willst mich besser kennen lernen? Dann klick hier: Fan Facts über mich.





Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!