Titelbild Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft - richtig essen in der Schwangerschaft

Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft: die große Anleitung für deinen Alltag

Kaum ist der Test positiv, wird Essen für viele Frauen plötzlich kompliziert. Auf einmal wirkt jede Mahlzeit wichtig. Der Blick auf die Waage wird häufiger, mehr Unsicherheiten kommen auf – darf ich Kaffee überhaupt noch trinken, oder ist nur Alkohol verboten, was ist mit Zucker oder dem weichen Ei am Frühstückstisch? Und mit genau diesen Unsicherheiten beginnt oft der Stress.

Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft bedeutet aber nicht, dass du ab sofort nur noch perfekt essen darfst. Du musst ab jetzt nicht jeden Tag frisch kochen oder Zucker panisch meiden. Wenn du bereits gesund bist und weiterhin gesund durch die Schwangerschaft kommen möchtest, bedeutet das auch nicht, dass du so wenig wie möglich zunehmen sollst. Und auch nicht, dass du dich durch eine endlose Liste von Verboten kämpfen musst.

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Gesund essen in der Schwangerschaft bedeutet vor allem eins: Dich und dein Baby regelmäßig, ausreichend und nährstoffbewusst zu versorgen.

Und dabei soll deine Ernährung zu DIR passen. Also zu deinem Alltag, deinem Appetit und deiner Energie. Ernährung ist übrigens auch vor allem dann richtig, wenn sie zu Beschwerden wie Übelkeit, Verstopfung, Sodbrennen oder Erschöpfung passt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt in der Schwangerschaft keine Ernährung „für zwei“, sondern eine ausgewogene, pflanzenbetonte Ernährung mit Blick auf kritische Nährstoffe. Der Energiebedarf steigt dabei deutlich weniger, als viele denken: als Richtwert nennt die DGE für normalgewichtige Schwangere mit unveränderter Aktivität etwa 250 kcal zusätzlich pro Tag im 2. Trimester und 500 kcal zusätzlich pro Tag im 3. Trimester. Gleichzeitig empfiehlt sie insbesondere Folsäure und Jod als Supplemente; auf Eisen und DHA/Omega-3 sollte ebenfalls besonders geachtet werden.

Und noch etwas ist mir wichtig:
Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft sieht nicht für alle gleich aus.

Was für die eine wunderbar funktioniert, ist für die andere gerade komplett unrealistisch. Vielleicht wegen Übelkeit, Müdigkeit oder Verdauungsbeschwerden. Vielleicht, weil schon ein Kind da ist. Oder aber, weil Essen schon vor der Schwangerschaft mit Druck verbunden war.

Die Basis einer gesunden Ernährung bleibt gleich, die Umsetzung jedoch darf individuell sein und an dich persönlich angepasst werden.

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Du möchtest in deiner Schwangerschaft nicht ständig googeln, sondern endlich wissen, was dir und deinem Baby wirklich guttut?

In meinem 1:1 für Schwangere begleite ich dich persönlich mit alltagstauglichen, fundierten Empfehlungen, damit du dich bei Ernährung, Beschwerden und Unsicherheiten endlich klar, sicher und gut aufgehoben fühlst.


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5 Dinge, die du aus diesem Artikel mitnehmen darfst

1. Gesund essen in der Schwangerschaft heißt nicht: perfekt essen.
2. Das große Ganze zählt mehr als die einzelne Mahlzeit.
3. Gewichtszunahme gehört biologisch dazu.
4. Bestimmte Lebensmittel solltest du meiden, aber ohne Panik.
5. Supplemente sind wichtig, aber bitte mit ärztlicher Rücksprache.

Wie gesunde Ernährung dich und dein Baby unterstützen kann 

Eine gute Ernährung kann in der Schwangerschaft sehr viel leisten:
Sie hilft dir, deinen eigenen Körper stabil zu versorgen UND sie unterstützt die Entwicklung deines Babys.

Besonders wichtig sind dabei Folat beziehungsweise Folsäure, Jod, Eisen, Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren. Diese Nährstoffe spielen unter anderem eine Rolle für Wachstum, Blutbildung, Schilddrüsenfunktion, Gewebeaufbau und die normale Entwicklung des kindlichen Nervensystems. Eine gute Ernährung ersetzt keine medizinische Betreuung. Aber sie schafft eine starke Grundlage.

Im Alltag bringt gesunde Ernährung aber noch etwas anderes: mehr Struktur. So habe ich zum Beispiel in der Schwangerschaft begonnen, ein ordentliches Frühstück in meinen Alltag zu integrieren. Genau dieses Learning aus meiner Schwangerschaft hilft mir auch jetzt in der Stillzeit, kraftvoll in den Tag zu starten, auch wenn die vergangene Nacht wieder mal kurz war. Und nein, ich war absolut nicht der Frühstückstyp. Aber ich hab mal was neues ausprobiert und was ich dabei gelernt habe kannst du in meinem Beitrag: Mein größtes Learning in der Schwangerschaft nachlesen.

Wer regelmäßig isst, Mahlzeiten sinnvoll kombiniert und gut verträgliche Lebensmittel griffbereit hat, kommt oft besser durch den Tag. Gerade bei Übelkeit, Heißhunger, Müdigkeit und Leistungstiefs.

Gesund essen heißt in der Schwangerschaft deshalb nicht nur, die Verbotsliste im Kopf durchzugehen oder Nährstoffe gedanklich „abzuhaken“. Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft heißt auch, den Tag so zu gestalten, dass du nicht ständig in lange Esspausen, Unterzucker oder völlige Erschöpfung rutschst. Dieser Tipp passt auch zu den Empfehlungen der Uniklinik Freiburg, bei Übelkeit eher kleine, häufige Mahlzeiten zu wählen.

Ab wann du dich mit Ernährung in der Schwangerschaft beschäftigen solltest 

Die richige Ernährung in der Schwangerschaft beginnt eigentlich schon ab Kinderwunsch.

Die DGE empfiehlt Frauen, die schwanger werden wollen oder könnten, zusätzlich zu einer folatreichen Ernährung 400 µg Folsäure pro Tag oder äquivalente Folate als Supplement. Idealerweise beginnt die Supplementierung mindestens vier Wochen vor der Empfängnis und läuft bis zum Ende des ersten Trimesters weiter. Das BfR betont ebenfalls, dass dadurch das Risiko für Neuralrohrdefekte gesenkt werden kann. Auch Jod spielt schon früh eine wichtige Rolle.

Im echten Leben wird das Thema Ernährung aber oft genau dann groß, wenn Essen kompliziert wird:

  • bei Übelkeit
  • bei Verdauungsbeschwerden
  • bei Sodbrennen
  • bei wenig Zeit
  • bei auffälligen Blutzuckerwerten
  • bei Unsicherheit nach restriktivem Essverhalten
  • bei Eisenmangel

oder immer dann, wenn du merkst: „Ich weiß theoretisch, was gesund wäre. Aber praktisch kriege ich es gerade nicht gut hin.

Wenn es dir so geht, dann sieh dir mein 1:1 Starterprogramm für Schwangere an oder schreib mir eine E-Mail an beratung@mamamahlzeit.com. Zusammen finden wir bestimmt eine Lösung.

Diese Nährstoffe und Supplemente solltest du kennen, wenn du schwanger bist

Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft besteht nicht nur aus dem, was auf dem Teller liegt – Supplemente gehören auch dazu. Ich selbst werfe mir nicht bei jeder Gelengenheit was ein, aber in der Schwangerschaft machen Supplemente wissenschaftlich bewiesen einfach Sinn.

Folsäure und Jod

Folsäure und Jod sollten in der Schwangerschaft zu supplementiert werden, weil eine ausreichende Versorgung allein über die normale Ernährung in Deutschlang oft nicht sicher gewährleistet ist. Folsäure sollte idealerweise schon vor der Schwangerschaft begonnen und bis zum Ende des ersten Trimesters weitergenommen werden. Das BfR nennt für schwangere und stillende Frauen nach vorheriger Jodanamnese 100 bis 150 µg Jod zusätzlich über Präparate.

Docosahexaensäure

Auch Omega-3-Fettsäuren, genauer DHA, sind relevant. Die DGE empfiehlt Schwangeren, die nicht regelmäßig fettreichen Meeresfisch essen, eine zusätzliche Zufuhr von 200 mg DHA pro Tag. Die Empfehlung der Omega-3-Supplementierung geht auch über die Schwangerschaft hinaus und betrifft auch stillende Frauen.

Eisen

Eisen ist ebenfalls wichtig. Aber: Eisen wird nicht pauschal für alle supplementiert. Ob es nötig ist, hängt von Laborwerten, Beschwerden, Ernährung und ärztlicher Einordnung ab.

Supplemente – also welche und in welcher Dosierung – besprich bitte immer mit deiner Ärztin, deinem Arzt, deiner Diätologin oder deiner Hebamme.

Vorsicht! Gerade bei Schilddrüsenerkrankungen, vegetarischer oder veganer Ernährung, Mehrlingsschwangerschaft, auffälligen Blutwerten oder starker Übelkeit braucht es eine individuelle Einordnung. Nicht alle Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft sind sinnvoll oder gar automatisch harmlos. Eine zu hohe Aufnahme einzelner Stoffe kann problematisch sein.

Was gesunde Ernährung in der Schwangerschaft NICHT ist  

Wenn du mit Verstopfung, Blähungen, Völlegefühl oder Sodbrennen kämpfst, brauchst du nicht noch mehr Ernährungsperfektion. Sinnvoller ist es, wenn du ein paar Anpassungen vornimmst.

Ballaststoffe sind grundsätzlich sinnvoll. Aber bei akuten Beschwerden kann es zeitweise hilfreicher sein, Ballaststoffe etwas zu reduzieren. Greif stattdessen zu milden Gemüsesorten, vermeide Rohkost und teil dir dein Essen in kleine Portionen ein, die du dann über den Tag verteilt isst. Und ganz wichtig: vergiss nicht, ausreichend zu trinken.

Manchmal ist gesund einfach das, was gut verträglich ist und dich vor allem regelmäßig versorgt.

Wenn Essen früher stark von Verboten, Angst oder Kontrolle geprägt war, kann so eine Schwangerschaft alte Themen wieder anstoßen. Denn die Gewichtszunahme kommt unausweichlich. Genau dann ist ein guter Ansatz für dich, Lebensmittel zu entdramatisieren, regelmäßig zu essen und für Ruhe im Kopf und Ausgleich zu sorgen. Vielleicht durch Meditation oder Yoga in der Schwangerschaft oder aber auch durch professionelle psychologische Hilfe.

Denn ein dauerhaft restriktives Essverhalten passt nicht zu den erhöhten Anforderungen in der Schwangerschaft. Und auch nicht zu einer entspannten Beziehung zum Essen.

Kaum ist der Test positiv, taucht bei vielen Frauen ein Gedanke auf, den kaum eine laut ausspricht:
„Hoffentlich nehme ich nicht zu viel zu.“

Kommentare von außen, alte Diätgedanken, Schönheitsindustrie … von diversen Seiten wird die Idee geprägt, dass Gewicht immer etwas mit Disziplin zu tun haben muss.

Aber in der Schwangerschaft befindest du dich nicht im Abbaumodus – du befindest dich im Aufbaumodus.

Für eine normalgewichtige Frauen gilt eine Gewichtszunahme von ungefähr 10 bis 16 kg als angemessenen; je nach Körperzusammensetzung vor der Schwangerschaft unterscheiden sich die Empfehlungen. Gewichtszunahme ist damit in der Schwangerschaft nicht automatisch ein Problem, sondern in großen Teilen ein normaler, biologisch wichtiger Prozess.

Wie die Gewichtszunahme zustande kommt

Die Zahl auf der Waage besteht in der Schwangerschaft nicht einfach nur aus Körperfett. Sie setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen:

Gewichtszunahme Schwangerschaft
  1. dem Baby
  2. der Plazenta
  3. dem Fruchtwasser
  4. der größer werdenden Gebärmutter
  5. mehr Blutvolumen
  6. mehr Gewebsflüssigkeit
  7. wachsendem Brustgewebe
  8. und auch Fettreserven, die der Körper bewusst anlegt, um zum Beispiel für die Stillzeit gut vorbereitet zu sein

Diese Veränderungen sind physiologisch sinnvoll: Dein Blutvolumen nimmt zu, um dich und dein Kind zu versorgen. Deine Gebärmutter wächst. Flüssigkeit wird eingelagert. Und Energiereserven helfen dir in den letzten Schwangerschaftswochen, rund um die Geburt und in der Stillzeit. Das heißt: Ein Großteil deiner Gewichtszunahme ist nicht nur normal, sondern gewollt und richtig sinnvoll.

Warum alte Kontrollmuster hier besonders problematisch sind

Wenn die Angst vor Gewichtszunahme groß ist, greifen viele Frauen unbewusst auf alte Strategien zurück.

  • Hunger wegtrinken
  • Mahlzeiten kleiner halten
  • Lebensmittel streichen
  • sich zusammenreißen
  • den Körper ständig beobachten

Das Problem ist nur: Hunger ist kein Fehler, Hunger ist ein wichtiges Signal deines Körpers, das dir sagt, was er in dem Moment für dich und dein Baby braucht. Wenn du Hunger dauerhaft ignorierst, landest du meist nicht bei mehr Sicherheit, sondern bei Erschöpfung, Heißhunger, Gedankenkreisen und noch mehr Stress rund ums Essen. Das betrifft übrigens nicht nur die Schwangerschaft sondern auch die Stillzeit. Hier kannst du meinen Beitrag 7 schwere Folgen von Hunger in der Stillzeit und wie intuitive Ernährung dagegen hilft nachlesen.

Gerade beim Thema Zucker kippt die Stimmung in der Schwangerschaft oft besonders schnell, denn wer kennt sie nicht, die Angst vorm großen Zuckertest. Plötzlich fühlt sich jeder Fruchtjoghurt, jede Dattel und jedes Stück Kuchen an wie eine kleine Prüfung. Vor allem dann, wenn der Blutzucker auffällig war oder das Wort Schwangerschaftsdiabetes im Raum steht.

Und genau hier braucht es einen liebevollen Realitätscheck:
Zucker ist nicht der Feind.

Gesunde Ernährung in einer gesunden Schwangerschaft bedeutet nicht, Süßes komplett zu verbannen. Es bedeutet auch nicht, jedes Lebensmittel in „gut“ und „böse“ einzuteilen.

Viel hilfreicher ist eine andere Frage:
Wie ist Süßes in deinen Alltag eingebettet?

Denn ja: Honig, Dattelsirup, Haushaltszucker, Apfelmus oder Banane liefern Süße. Und sie beeinflussen den Blutzucker. Entscheidend sind aber Menge, Häufigkeit und Kombination.

Du siehst, das ist keine Diät. Wer auf den Blutzucker achten soll, braucht deshalb meist keine radikalen Verbote, sondern Struktur, sinnvolle Kombinationen und einen realistischen Alltag.

Und ja, auch natürliche Datteln, Banane oder Apfelmus beeinflussen den Blutzucker, aber im Gegensatz zum Haushaltszucker bringen diese oft Ballaststoffe oder Mikronährstoffe mit – über die sich dein Körper auch freut.

Schwanger sein heißt nicht, mehr Zeit zu haben oder mehr Lust zum Kochen aufbringen zu können. Und schon gar nicht heißt schwanger sein, mehr Energie zu haben – ich denke da ans dritte Schwangerschaftsmonat zurück. Wahnsinn, wie unglaublich müde ich war.

Gerade Müdigkeit, Arbeit, Termine, Arztbesuche oder schon vorhandene Kinder machen Essen oft zur echten Organisationsaufgabe.

Gesund ist nicht nur das, was frisch und aufwendig ist. Gesund ist auch das, was im Alltag regelmäßig klappt und schmeckt und Spaß macht.

Verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft: Es geht um Sicherheit, nicht um Panikmache und Schikane

Dieses Thema ist emotional aufgeladen. Und ganz ehrlich: verständlich. Gerade wenn ich durch diverse Facebook-Mama-Gruppen scrolle, fällt mir immer wieder auf, wie groß die Bandbreite ist. Sie reicht von purer Panikmache bis hin zu völliger Ignoranz gegenüber sämtlichen Empfehlungen – wobei im Netz vor allem diese beiden Extreme besonders laut auftreten.

Wer da still mitliest, kann schnell verunsichert werden. So fühlt sich Essen in der Schwangerschaft schnell nicht mehr nach Versorgung, Genuss und Bauchgefühl an – sondern eher wie ein Minenfeld.

Aber der Kern ist eigentlich recht einfach:

Bei bestimmten Lebensmitteln geht es in der Schwangerschaft nicht um „clean eating“.
Es geht rein um Infektionsschutz – also den Schutz der Mutter, aber vor allem des Babys.

Die DGE betont, dass Schwangere keine rohen tierischen Lebensmittel essen sollten und besonders auf den Schutz vor Listeriose und Toxoplasmose achten müssen. Diese Infektionen können in der Schwangerschaft schwere Folgen für das ungeborene Kind haben. So steigt bei einer Erstinfektion mit Toxoplasmose in der Schwangerschaft unter anderem das Risiko von Fehlgeburten und Fehlbildungen.

Auf diese Lebensmittel solltest du in deiner Schwangerschaft besser verzichten

  • rohes oder nicht durchgegartes Fleisch
  • Rohwürste und roher Schinken
  • roher Fisch, Sushi, geräucherter oder gebeizter Fisch
  • rohe Eier und Speisen mit rohem Ei
  • Rohmilch und Rohmilchprodukte
  • Alkohol und Speisen mit Alkohol

Wenn du tierische Produkte ausreichend erhitzt, sollten Krankheitserreger abgetötet werden. Empfohlen wird Erhitzen auf mindestens etwa 70–72 °C im Inneren für rund 2 Minuten.

Wichtig! Und auch bei pflanzlichen Lebensmitteln gibt’s etwas zu beachten: Rohes Obst, Salat und Gemüse solltest du gründlich waschen, weil Erreger auch darüber aufgenommen werden können.

Alkohol ist wirklich tabu – da gibt’s keine Grauzone

Frauen mit Kinderwunsch und Schwangere, sollten wirklich gänzlichst auf Alkohol verzichten. Es gibt keine gesicherte risikofreie Menge und kein unbedenkliches Zeitfenster in der Schwangerschaft. Alkoholkonsum kann mit Fehlbildungen, Wachstumsstörungen und Schädigungen des kindlichen Nervensystems verbunden sein.

Diese Lebensmittel sind nicht verboten, aber begrenzt 

Koffein: Kaffee, Cola und Co. – Wie viel ist erlaubt? 

Kaffee ist in der Schwangerschaft nicht komplett verboten, das ist der Grund, warum ich persönlich auch nicht darauf verzichtet habe. Allerdings gibt es eine Vielzahl an Schwangeren, denen allein vom Kaffeegeruch schon übel wirst, vielleicht gehörst du ja auch dazu?

Die DGE verweist auf die EFSA (die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) und nennt 200 mg Koffein pro Tag als Menge, die in der Schwangerschaft als sicher gilt. Gleichzeitig berichtet sie, dass ab 300 mg pro Tag in einer Meta-Analyse ein erhöhtes Risiko für Spontanabort gezeigt wurde.

Wichtig! Bei Koffein denken viele vor allem an Kaffee, doch es geht nicht nur um Kaffee.

Koffein steckt auch in schwarzem Tee, grünem Tee, Cola, Kakao und Energydrinks!

Im Alltag heißt das für dich:
Ein bis zwei Tassen Kaffee sind ok. Aber wenn du dann am selben Tag noch zu Cola, Matcha, Schokolade oder Energydrinks greifst, hast du die Grenze vermutlich schneller überschritten als du glaubst.

Wenn du müde bist, brauchst du in der Schwangerschaft meist eher Schlaf, regelmäßige Mahlzeiten, eine Eisenabklärung oder Entlastung.

Welche Fischsorten du besser meiden solltest 

Fisch kann in der Schwangerschaft wertvoll sein, unter anderem wegen Jod und Omega-3-Fettsäuren. Die DGE empfiehlt grundsätzlich 1 bis 2 Fischmahlzeiten pro Woche, davon möglichst eine Portion fettreichen Seefisch. Gleichzeitig weist das BfR darauf hin, dass Schwangere Fischarten mit höheren Gehalten an Methylquecksilber meiden oder einschränken sollten, weil Methylquecksilber die neurologische Entwicklung des Kindes beeinträchtigen kann. Genannt werden unter anderem Hai, Schwertfisch, Heilbutt und je nach Menge auch Thunfisch.

Doch manche Fische wie zum Beispiel Thunfisch oder Heilbutt haben einen erhöhten Gehalt an Methylquecksilber. Wenn du schwanger bist, solltest du diese Fische meiden. Das gleiche gilt übrigens auch noch für stillende Frauen.

Leber ist nährstoffreich und trotzdem keine gute Idee

Leber enthält sehr viel Vitamin A. Eine übermäßige Aufnahme von Vitamin A in der Schwangerschaft kann problematisch sein. Daher solltest du besonders in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten auf den Verzehr von Leber verzichten.

Das heißt nicht, dass Vitamin A unwichtig wäre, auf die Dosis kommt es an. Und wie bereits oben erwähnt, kann es neben einem zu wenig, zum Beispiel an Folsäure, eben auch ein zu viel an Vitamin A geben.

Was gesund ist, hängt auch von deinem Alltag und deiner Verträglichkeit ab 

Es gibt nicht einfach „gute“ und „schlechte“ Lebensmittel. Auch wenn es online oft genau so klingt.

Denn ob ein Lebensmittel für dich gerade sinnvoll ist, hängt nicht nur von Kalorien, Zucker oder Ballaststoffen ab. Es hängt davon ab, wie es dir geht. Was du gerade verträgst. Was du brauchst. Und was in deinem Leben überhaupt umsetzbar ist.

Was für die eine Schwangere perfekt passt, kann für die andere gerade belastend, unpraktisch oder unverträglich sein.

Deshalb sind pauschale Aussagen wie „Das ist gesund“ oder „Das solltest du nicht essen“ oft zu kurz gedacht.

Warum Toast manchmal die gesündere Wahl sein kann als Rohkost 

Schwangerschaft ist keine Phase, in der Essen immer planbar ist.

Störende Gerüche können plötzlich Übelkeit hervorrufen.
Appetit kann sich täglich ändern.
Lieblingsgerichte gehen auf einmal gar nicht mehr. (Ich konnte zum Beispiel keinen Knoblauch mehr esse, obwohl ich sonst 2-3 Zehen roh auf einmal verdrücken kann)
Und manchmal bekommt man morgens eben nur Toast oder Banane herunter.

Gesund essen in der Schwangerschaft heißt, deine Bedürfnisse ernst zu nehmen und mit statt gegen deinen Körper zu arbeiten.

Wenn Vollkorn deinen Magen-Darm gerade eher belastet, als dich zu sättigen, ist eine besser verträgliche Variante vielleicht die bessere Wahl. Wenn ein warmes, einfaches Abendessen à la Milchreis besser für dich funktioniert als der perfekte Rohkostteller, dann ist auch das eine gesunde Entscheidung.

Warum deine Gedanken über Essen eine größere Rolle spielen, als du denkst 

Nicht nur die Lebensmittelauswahl zählt. Sondern auch das, was du dabei denkst, wenn du die einzelnen Lebensmittel isst. Wie es dir damit geht.

Ein starres Denken in „erlaubt“ und „verboten“ kann in der Schwangerschaft enormen Druck erzeugen. Essen wird dann schnell zu einem Kontrollprojekt. Jede Mahlzeit wird bewertet. Jeder Snack kommentiert. Jeder Ausrutscher innerlich bestraft.

Und statt Sicherheit entsteht Stress.

Das große Problem, das dabei entsteht, ist folgendes: Ernährung, die ständig Schuldgefühle auslöst, ist auf Dauer nicht wirklich gesund. Wenn Essen dich verunsichert, dich in lange Esspausen bringt, Heißhunger verstärkt oder dich ständig zwischen „super diszipliniert“ und „jetzt ist es auch egal“ pendeln lässt, dann solltest du besser genauer hinsehen, und dir bei Bedarf professionelle Hilfe holen.

Gesundheit entsteht nicht nur durch Nährstoffe, sondern auch durch Gelassenheit und Regelmäßigkeit.

Warum Brot, Reis und Pasta in der Schwangerschaft völlig okay sind 

Brot, Pasta, Reis oder Kartoffeln haben oft zu Unrecht einen schlechten Ruf.

Zu viel.
Und ja nicht abends.
Zu weiß.
Nicht clean genug.

Aber ganz ehrlich: Kohlenhydrate sind vor allem eins: Energie.

Und Energie ist in der Schwangerschaft nichts Nebensächliches. Die DGE betont ausdrücklich, dass der zusätzliche Energiebedarf in der Schwangerschaft zwar überschaubar bleibt, gleichzeitig aber die Nährstoffdichte der Ernährung steigen sollte. Das spricht gegen extremes Weglassen genauso wie gegen planloses „für zwei essen“.

Deshalb sind Brot oder Pasta nicht ungesund. Auch hellere Varianten dürfen ihren Platz haben. Vor allem dann, wenn du das Weißbrot im Moment besser verträgst als Vollkornbrot oder wenn du dank Weißbrot es überhaupt erst schaffst, regelmäßig zu essen.

Milchprodukte in der Schwangerschaft: muss das sein?

Milch, Joghurt, Topfen (Quark) oder Käse können praktische Quellen für Eiweiß und Kalzium sein. Gleichzeitig passen sie nicht für jede Frau gleich gut. Mögliche Gründe, Milchprodukte wegzulassen, können je nach Person variieren:

  1. Geschmack
  2. Übelkeit oder Unverträglichkeit
  3. ethische Gründe

Die wichtigere Frage ist deshalb nicht: „Muss ich das essen?“
Sondern: Wie wird mein Bedarf insgesamt gedeckt?

Wenn du Milchprodukte magst und verträgst, wunderbar, dann brauchst du dir darüber ja keine weiteren Gedanken zu machen.

Wenn du aus Gründen jedoch auf Milchprodukte verzichtest, achte darauf, dass deine pflanzlichen Alternativen mit Calcium angereichert sind. Das BfR weist darauf hin, dass bei vegetarischer oder veganer Ernährung in der Schwangerschaft eine gezielte Beratung sinnvoll sein kann, um die Versorgung abzusichern.

Süßes macht eine Ernährung nicht automatisch ungesund

Ein Keks macht deine Ernährung nicht schlecht. Ein Stück Schokolade auch nicht. Und ein Stück Torte schon gar nicht.

Viel entscheidender ist, wie Süßes in deinem Alltag auftaucht.

Isst du es bewusst und mit Genuss? Oder ist es das Ergebnis von stundenlangem Hungern, Stress und völliger Erschöpfung? Verbietest du dir alles, um es später doch impulsiv zu essen? Oder gehört ein Stück Schokolade nach dem Abendessen ganz entspannt zum Abendritual?

Gesundheit heißt hier nicht, Zucker zum Feind zu machen, sondern Extreme zu vermeiden. Weder ständiges unbewusstes Snacken noch starre Verbote sind wünschenswert. Wie immer ist Balance the key.

Gesunde Ernährung muss auch zu deinem Leben passen 

Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft hängt nicht nur vom Wissen ab, sondern auch von Zeit, Familie, Kultur, Gewohnheit, Umfeld und von deiner Umsetzung.

Nicht jede Mahlzeit muss aus Bio-Superfoods, Nussmus und Chiasamen bestehen, um wertvoll zu sein.

Ganz oft ist gesund schlicht das, was

  • einfach ist
  • regelmäßig klappt
  • bezahlbar ist
  • nährstoffreich genug ist

Erfahrung einer Mama

„Ich dachte am Anfang wirklich, ich müsste alles perfekt machen. Kein Zucker. Nicht zu viel zunehmen. Immer frisch. Immer ausgewogen. Und dann kam die Realität: mir war übel, ich war müde und oft froh, wenn überhaupt etwas ging. Erst als ich aufgehört habe, jede Mahlzeit und jede Zahl auf der Waage zu bewerten, wurde es leichter. Ich habe angefangen, regelmäßiger zu essen, einfacher zu kochen und mich nicht für jeden Keks schlecht zu fühlen, stattdessen die Schwangerschaft in vollen Zügen zu genießen. Das hat mir unglaublich Druck genommen.“

7 Tipps zur Umsetzung: wie gesunde Ernährung in der Schwangerschaft leichter wird 

Nicht der perfekte Plan hilft am meisten – sondern der, den du auch wirklich im Alltag umsetzen kannst.

Was oft wirklich entlastet:

Mein wichtigstes Learning in der Schwangerschaft? Kannst du gerne hier nachlesen. Spoiler: es geht ums Frühstück.

FAQ: Fragen rund die gesunde Schwangerschaftsernährung

Muss ich in der Schwangerschaft perfekt essen?

Nein. Entscheidend ist nicht Perfektion, sondern eine regelmäßige, ausreichende und nährstoffbewusste Versorgung.

Wie viel Gewichtszunahme ist normal?

Das hängt vom BMI vor der Schwangerschaft ab. Die DGE nennt für normalgewichtige Frauen etwa 10 bis 16 kg.

Muss ich komplett auf Zucker verzichten?

Nein. Viel wichtiger als Verbote sind Menge, Häufigkeit und Kombination. Süßes darf Teil einer ausgewogenen Ernährung sein.

Welche Supplemente sind in der Schwangerschaft wichtig?

Empfohlen sind Folsäure und Jod. DHA kann sinnvoll sein, wenn du nicht regelmäßig fettreichen Fisch isst. Eisen sollte individuell nach Rücksprache und je nach Blutwerten entschieden werden.

Welche Lebensmittel sind in der Schwangerschaft tabu?

Vor allem rohe tierische Lebensmittel wie rohes Fleisch, roher Fisch, Rohwürste, rohe Eier sowie Rohmilchprodukte und Alkohol.

Wie viel Kaffee ist in der Schwangerschaft okay?

Die DGE nennt 200 mg Koffein pro Tag als sichere Obergrenze in der Schwangerschaft.

Darf ich Sushi essen?

Rohen Fisch solltest du in der Schwangerschaft meiden. Gut durcherhitzte Fischgerichte sind etwas anderes. Alternativen findest du hier in meinem Blogbeitrag.

Weitere „Darf ich XY essen in der Schwangerschaft?“ – Fragen

Hier sind meine Beiträge zu: Risotto, Camembert, Honig, scharf, Halloumi

Fazit

Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft ist kein Perfektionsprojekt.

Sie ist eine Form von Fürsorge, und zwar nicht für dich allein. Sie ist Fürsorge für dich und deinen Körper, aber auch für dein Baby und euren gemeinsamen Alltag.

Und ja: Auch die Gewichtszunahme gehört dazu. Nicht als Zeichen von Kontrollverlust. Sondern als Teil eines Körpers, der Blutvolumen aufbaut, eine Plazenta versorgt, Fruchtwasser bildet, Gewebe wachsen lässt und Energiereserven anlegt.

Wann du dir Unterstützung holen solltest

Hol dir Unterstützung, wenn Ernährung in der Schwangerschaft für dich nicht nur ein Alltagsthema, sondern ein echter Belastungsfaktor wird.

Zum Beispiel bei:

  • starker Übelkeit oder häufigem Erbrechen
  • auffälligen Blutwerten
  • Eisenmangel
  • Schwangerschaftsdiabetes
  • vegetarischer oder veganer Ernährung
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • starker Angst vor Gewichtszunahme
  • Essstörung oder restriktivem Essverhalten in der Vorgeschichte

Gerade dann ist eine individuelle Begleitung oft viel sinnvoller als noch mehr allgemeine Tipps.

Hinweis

Dieser Blogbeitrag ersetzt keine diätologische oder medizinische Beratung. Bei konkreten Fragen rund um deine Schwangerschaft, deine Gewichtsentwicklung, auffällige Blutwerte, Lebensmittelsicherheit oder die Auswahl von Supplementen sprich bitte mit deiner Gynäkologin, deinem Gynäkologen, deiner Hebamme oder einer qualifizierten Ernährungsfachkraft.

Darf ich Risotto in der Schwangerschaft essen

Ist Risotto in der Schwangerschaft erlaubt?

Du fragst dich gerade, ob Risotto okay ist? Hier kommt die schnelle und kurze Antwort für dich: Es kommt drauf an … entscheidend ist nämlich nicht das Risotto an sich, sondern was drin ist. 

Schwangerschaft ist aufregend genug – deine Ernährung muss nicht noch eine zusätzliche Stressquelle sein. Im 1:1 für Schwangere begleite ich dich persönlich und helfe dir, deinen eigenen sicheren und entspannten Weg durch die Schwangerschaft zu finden.

Kurzantwort auf die Frage: „Darfst du Risotto in der Schwangerschaft essen?“

 Worauf du bei Risotto in der Schwangerschaft achten solltest

  • Ohne Alkohol zubereiten
    Leider verkocht sich der Alkohl beim Risotto nicht, wie auch schon der Spiegel in seinem Beitrag erläutert hat. Verzichte also lieber zum Wohl deines Babys auf den Weiswein im Risotto.
  • Nur mit sicheren Zutaten zubereiten
    Parmesan, Frischkäse oder Mascarpone im Risotto sind in der Regel okay, wenn sie aus pasteurisierter Milch stammen. 
  • Fisch, Meeresfrüchten oder Fleisch nur gut durchgegart
    Ein Meeresfrüchte-Risotto ist nicht automatisch tabu, aber Garnelen, Fisch oder Huhn sollten wirklich vollkommen durchgegart sein.
  • Reste schnell kühlen und richtig aufwärmen
    Gekochter Reis kann bei falscher Lagerung problematisch werden, denn er kann laut Verbraucherzentrale Bayern Toxine bilden. Risotto-Reste solltest du deshalb rasch in den Kühlschrank stellen und spätestens am nächsten Tag verzehren. Vor dem Essen am nächsten Tag ist es wichtig, dass du das Risotto nochmal richtig gut erhitzt. 
  • Vorsicht bei Restaurant- oder Buffet-Risotto
    Wenn das Risotto schon länger warmgehalten wird oder nur lauwarm ist, wäre ich in der Schwangerschaft eher vorsichtig. 

Wenn du unsicher bist: greif zu sicheren Alternativen

Statt Meeresfrüchte-Risotto gönn dir eine Risottovariatne mit Gemüse!


Wenn du schwangerschaftstaugliche Risotto-Rezepte suchst, habe ich hier ein paar Vorschläge für dich:

italienisches Spargelrisotto Rezeptitalienisches Spargelrisotto Rezept
Zitronenrisotto ein Zucchini Tofu Rezept
Spargel Quiche mit Bärlauch und Ricotta Rezept für Schwangere
Kürbisrisotto für Schwanger Risotto mit getrockneten Tomaten

In der Rubrik Darf man das in der Schwangerschaft essen findest du Antworten auf die Frage bezüglich Honig, Sushi, Camembert uvm.


Mama Starterprogramm: online 1:1 Ernährungsberatung für Schwangere mit Veronika Julmi

Du möchtest in deiner Schwangerschaft nicht ständig googeln, sondern endlich wissen, was dir und deinem Baby wirklich guttut?

In meinem 1:1 für Schwangere begleite ich dich persönlich mit alltagstauglichen, fundierten Empfehlungen, damit du dich bei Ernährung, Beschwerden und Unsicherheiten endlich klar, sicher und gut aufgehoben fühlst.


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Lust auf mehr? Hier sind 3 weitere Beiträge für dich:

Stillen ist nicht gleich Stillen, Warum ich heute anders über Empfehlungen denke

Von Verunsicherung zu Vertrauen: Warum ich das Stillen heute anders sehe

Vor der Geburt hatte ich eine gewisse Vorstellung davon, wie das Mamasein laufen wird. Ich habe darüber gelesen, mich umgehört und vorbereitet. Und dann kommt das echte Leben mit Baby… Ziemlich schnell wurde mir klar: Theorie ist das eine, Alltag etwas ganz anderes.

Als Erstlingsmama wirst du ganz schön ins kalte Wasser geworfen – selbst dann, wenn du einen Geburtsvorbereitungskurs gemacht hast und Familie und Freunde hinter dir stehen. Zum ersten Mal Mama zu sein, ist eben nicht wie Schwimmen lernen. Denn selbst wenn du noch im Anfängerbecken stehen kannst und nicht sofort untergehst, musst du gleichzeitig auf ein kleines Menschlein aufpassen und trägst plötzlich die volle Verantwortung. Und zwar bei einer Sache, von der du selbst vorher ehrlich gesagt null Plan hattest.

Eines dieser neuen Themen war für mich das Stillen. Ich hatte schon vor der Geburt gehört, dass Stillen mehr ist als nur Nahrungsaufnahme. Aber dass es so viel mehr ist? Das wusste ich nicht. Mir war wichtig, ungefähr ein Jahr lang zu stillen. Aber dass Stillen auch weit darüber hinaus noch so eine wichtige Rolle spielen kann, hätte ich damals nie gedacht.

So habe ich früher über Stillen gedacht

Früher habe ich Stillen vor allem als Ernährung gesehen. Natürlich wusste ich, dass Muttermilch gut fürs Baby ist. Aber in meinem Kopf ging es dabei hauptsächlich ums Sattwerden, Zunehmen und die Frage, wie lange man eigentlich stillt.

Kennst du die 5 häufigsten Still-Probleme? In diesem Beitrag erfährst du auch die Lösung für Stillprobleme!

Ich dachte, Stillen sei in erster Linie dafür da, mein Baby zu versorgen. Und irgendwann, sobald Beikost dazukommt, würde das Thema automatisch immer kleiner werden. Mein Ziel war klar: ich wollte ungefähr ein Jahr stillen. Das erschien mir sinnvoll, gesund und machbar. Mehr hatte ich dazu ehrlich gesagt gar nicht im Kopf.

Was ich damals noch nicht verstanden hatte: Zu dem Thema hat plötzlich jeder eine Meinung. Ärzte, Familie, Bekannte und manchmal sogar Menschen, die dein Kind kaum kennen. Und gerade als frische Mama ist es unglaublich schwer, sich davon nicht verunsichern zu lassen.

Wenn das Baby eher schlank ist oder nicht so zunimmt, wie andere es erwarten, entsteht schnell Druck. Dann kommen Sätze oder Empfehlungen, die einen innerlich sofort zweifeln lassen. Reicht meine Milch wirklich? Sollte ich zufüttern? Mache ich etwas falsch? Verwöhne ich mein Kind, wenn ich es zu oft anlege?

Obwohl ich eigentlich gar nicht mit dem Zufüttern beginnen wollte, habe ich es natürlich trotzdem probiert. Nicht, weil es sich für mich richtig angefühlt hat, sondern weil man als Mama schnell das Gefühl bekommt, etwas falsch zu machen, wenn von außen Zweifel gesät werden.

Du überlegst, mit dem Milch-Abpumpen zu beginnen? Dann lies dir meine 9 Gründe durch, warum Stillen & Abpumpen eine richtig gute Kombi ist!

Warum ich meine Meinung übers Stillen geändert habe

Meine Meinung übers Stillen hat sich nicht von heute auf morgen geändert. Es gab nicht diesen einen magischen Moment, in dem plötzlich alles klar war. Es war vielmehr der Alltag mit meinem Baby, der meine Sicht Stück für Stück verändert hat.

Ich habe gemerkt, dass viele Empfehlungen zwar gut gemeint sind, aber eben nicht automatisch zu jedem Kind passen. Gerade beim Thema Zufüttern habe ich für mich rückblickend verstanden, dass der Druck von außen vollkommen unnötig war. Ich selbst wollte ja gar nicht damit anfangen, aber wenn das eigene Kind schlank ist und Ärztinnen oder Ärzte darauf drängen, probiert man es eben trotzdem.

Hat es geklappt? Natürlich nicht.

Heute glaube ich nicht, dass das Zufüttern bei uns gescheitert ist, weil ich etwas falsch gemacht habe. Sondern, weil mein Baby schlicht noch nicht so weit war. Die Natur hat sich schon etwas dabei gedacht, dass in den ersten Monaten Muttermilch im Mittelpunkt steht. Der Zungenreflex muss sich erst zurückbilden, der Darm muss sich erst entwickeln und nicht jedes Baby ist gleich bereit für den nächsten Schritt, nur weil es auf dem Papier gerade passend erscheint.

Was mir ebenfalls erst im echten Mama-Alltag klar geworden ist: Mein Gefühl für mein Kind wurde immer stärker. Diese berühmte Mama-Intuition ist nichts Esoterisches, sondern etwas, das im Alltag wächst. Mit jeder Nacht, jedem Schub, jedem Zahn und jedem aufregenden Spielplatznachmittag lernst du dein Kind besser kennen.

Mit der Zeit habe ich außerdem verstanden: Beikost ist eine Ergänzung und nicht automatisch ein Ersatz. Nur weil ein Kind anfängt zu essen, heißt das noch lange nicht, dass die Brust plötzlich unwichtig wird. Essen und Stillen dürfen nebeneinander existieren. Und manchmal braucht ein Baby oder Kleinkind eben trotz Beikost noch ganz viel Milch, Nähe und Brustkontakt. Falls du gerade selbst an diesem Punkt bist: Bei Verena von „Mit Bauchgefühl“ findest du einen ehrlichen Beitrag darüber, warum Beikost beim zweiten Kind oft entspannter läuft – nicht, weil alles perfekt ist, sondern weil man mehr vertraut und weniger kontrolliert.

Gerade an Tagen voller Eindrücke, beim Zahnen oder in Entwicklungsschüben wird mir das besonders deutlich. Da will mein Kind häufiger an die Brust. Aber nicht, weil meine Milch nicht reicht, sondern weil es einfach mehr Trost, Sicherheit und Regulation braucht an solchen Tagen.

Vero Stillen in Frankreich Loire Schloss
Frankreichreise entlang der Loire-Schlösser: gestillt wird immer und überall – auch im Stehen 😉

Heute weiß ich: Stillen kann so viel mehr als nur Nahrung sein

Besonders nachts ist mir das bewusst geworden. Babys können nicht einfach durchschlafen, nur weil wir Erwachsenen uns das wünschen. Sie wachen auf und brauchen Hilfe beim Wieder- oder Weiterschlafen. Meine Tochter ist inzwischen 1,5 Jahre alt und wacht nachts immer noch mehrmals auf. Und wenn sie dann nach der Brust verlangt, dann nicht nur zum Trinken.

Sie möchte an die Brust, um ein Gefühl von Sicherheit zu bekommen. Um sich beim Zahnen zu beruhigen. Um nach einem aufregenden Tag runterzukommen. Um in der Dunkelheit wieder Halt zu finden. Um sich selbst zu regulieren, wenn alles zu viel war.

Früher hätte ich wahrscheinlich gedacht: Sie hat halt Hunger. 

Heute weiß ich: Das ist nur ein kleiner Teil davon. 

Heute weiß ich, dass Stillen meinem Baby Halt gibt – in der Nacht, beim Zahnen, in unruhigen Phasen und auch dann, wenn sie in der Babyspielgruppe überfordert ist. Was von außen vielleicht nach „nur stillen“ aussieht, ist in Wahrheit oft Bindung, Regulation und Geborgenheit.

Heute weiß ich auch, dass Stillen niemanden etwas angeht außer mich und mein Baby. Und wenn sich andere davon gestört fühlen, dass ich mein 18 Monate altes Kind “noch” stille, dann ist das nicht mein Problem. Denn was ich heute auch anders sehe: Diese hartnäckige Vorstellung, dass man nach zwölf Monaten „eigentlich nicht mehr stillen sollte“. Als würde mit dem ersten Geburtstag plötzlich ein unsichtbarer Schalter umgelegt und Stillen von sinnvoll zu überflüssig werden. Dabei ist diese Grenze oft eher eine Meinung von außen als ein Bedürfnis von Mutter und Kind. Stillen muss nicht am Kalender enden. Im Gegenteil: Die WHO empfiehlt, nach Einführung der Beikost bis zum Alter von zwei Jahren und darüber hinaus weiterzustillen, solange es für Mutter und Kind passt.

Niemand kennt mein Kind so gut wie ich. Ich bin rund um die Uhr da. Ich merke, ob die Beikost gereicht hat oder ob doch noch Milch gebraucht wird. Ich weiß, ob sie eine gute oder schlechte Nacht hatte und warum der nächste Tag so läuft, wie er läuft. Ich weiß, ob sie gerade mehr Kuscheleinheiten braucht, weil der Spielplatz aufregend war, weil ein Zahn drückt oder weil einfach alles ein bisschen zu viel war.

Und ich weiß heute: Ich muss nicht jede Meinung von außen über mein eigenes Gefühl stellen.

Von Still-Mama zu Still-Mama, meine Worte an dich

Wenn du dich durch all die Meinungen, Regeln und gut gemeinten Ratschläge schon einmal hast verunsichern lassen, dann möchte ich dir eines sagen: Du bist nicht allein.
Du darfst deinem Gefühl vertrauen. Du darfst dein Baby beobachten. Und du darfst anerkennen, dass nicht jede Empfehlung zu jeder Mama und zu jedem Kind passt.
Denn niemand kennt dein Baby so gut wie du.

Wichtig ist dabei immer, dass dein Kind gesund ist, sich altersentsprechend entwickelt und ärztlich oder hebammenseitig gut begleitet wird. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, keine Untersuchung und keine persönliche Einschätzung durch medizinisches Fachpersonal. Er soll dir Orientierung geben, Wissen einordnen und dich darin bestärken, dein Baby aufmerksam und liebevoll im Blick zu behalten.

Lust auf mehr? Hier sind 3 weitere Beiträge für dich:

Darf man in der Schwangerschaft Camembert essen

Darf man in der Schwangerschaft Camembert essen?

Du fragst dich gerade: „Darf man in der Schwangerschaft Camembert essen?“ Hier kommt die schnelle, alltagstaugliche Antwort, ohne groß um den heißen Brei zu reden, aber mit allem, was du wissen musst. Am Ende erzähl ich dir noch, welch einen dummen „Fehler“ ich während meiner Schwangerschaft gemacht habe – der hat nämlich auch was mit Camembert zu tun!

Schwangerschaft ist aufregend genug – deine Ernährung muss nicht noch eine zusätzliche Stressquelle sein. Im 1:1 für Schwangere begleite ich dich persönlich und helfe dir, deinen eigenen sicheren und entspannten Weg durch die Schwangerschaft zu finden.

Die kurze Antwort auf die Frage, ob Camembert in der Schwangerschaft erlaubt ist

Hier droht die Gefahr einer Listeriose.

Und wie ist das bei Halloumi? Hier erfährst du, was du bei Halloumi in der Schwangerschaft beachten solltest.

Worauf du beim Verzehr von Camembert in der Schwangerschaft achten solltest

  • Kauf nur Camembert aus pasteurisierter Milch. Auf der Verpackung steht oft der Hinweis: „aus pasteurisierter Milch”. 
  • Sollte der Camembert aus Rohmilch hergestellt sein: verwende ihn gerne zum Überbacken: z. B. als Ofenkäse oder auf Flammkuchen. Dann werden die Bakterien abgetötet. 
  • Kühlkette & Haltbarkeit checken: Du solltest Weichkäse nie zu lange offen lagern. 
  • Camembert enthält viel Fett und Salz: bewusster Genuss ist voll ok, nur gönn ihn dir nicht jeden Tag.

Wie kannst du den Geschmack von Camembert bedenkenlos genießen, selbst wenn du schwanger bist?

  1. Wenn du ein Stück Camembert aus Rohmilch zu Hause hast, verwende es zum Überbacken von Auflauf, Toast und co. 
  2. Du liebst Camembert und willst nicht auf ihn verzichten? Dann probier doch mal die vegane Alternative, die ist auf jeden Fall schwangerschaftstauglich.

Du stehst am Anfang deiner Schwangerschaft und suchst nach Ernährungstipps für Einsteiger? Oder Tipps wie du deine Eisenaufnahme mit Hilfe der Ernährung steigern kannst? Dann klick dich durch meine Kategorie: Mama´s Food Facts: Ernährung in der Schwangerschaft. Dort findest du auch einen Beitrag, wie du dein Immunsystem stärken kannst.

Mach nicht denselben Fehler wie ich in meiner Schwangerschaft: geißel dich nicht selbst 😉

Ich hatte in meiner Schwangerschaft die glorreiche Idee, einen Kurztrip ins Elsass zu buchen. Ich liebe Frankreich, ich liebe Reisen und vor allem liebe ich Käse. Und in Frankreich gibt es diesen in Hülle und Fülle. Und was habe ich dann gemacht? Ich habe mich selbst gegeißelt und habe mich mit immer größer werdenden Augen durch diverse Markthallen geschleppt. Vorbei an unzähligen Schimmelkäsesorten wie Brie und Gorgonzola, natürlich alles aus Rohmilch. Du kannst dir vorstellen, mein Hunger und die Lust auf schönen cremigen Camembert wuchs ins Unermessliche. Dann nur zu schauen, ohne was zu probieren – also den Käse einfach links liegen zu lassen…. das war Quälerei hoch 10!

Das Jahr darauf war ich dann übrigens nochmal in Frankreich, diesmal nicht schwanger! Auf dieser Reise habe gefühlt alles nachgeholt, was ich im Jahr zuvor im Käsehimmel verpasst habe. Ich habe mir all die köstlichen Käsesorten gegönnt und den Genuss förmlich zelebriert. Ja, was soll ich sagen: Ich liebe Camembert au lait cru! Aber in der Schwangerschaft habe ich gerne drauf verzichtet – zum Schutz meines Babys. 


Mama Starterprogramm: online 1:1 Ernährungsberatung für Schwangere mit Veronika Julmi

Du möchtest in deiner Schwangerschaft nicht ständig googeln, sondern endlich wissen, was dir und deinem Baby wirklich guttut?

In meinem 1:1 für Schwangere begleite ich dich persönlich mit alltagstauglichen, fundierten Empfehlungen, damit du dich bei Ernährung, Beschwerden und Unsicherheiten endlich klar, sicher und gut aufgehoben fühlst.


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Intuitive Ernährung statt Hunger in der Stillzeit

7 schwere Folgen von Hunger in der Stillzeit und wie intuitive Ernährung dagegen hilft

Dieser Text ist kein weiterer Ernährungsratgeber, er ist eine Erinnerung. Eine Erinnerung daran, dass dein Körper in der Stillzeit Großartiges leistet und du stolz auf ihn sein darfst. Hör auf deinen Körper wie einen Feind zu bekämpfen, nur um ein paar Schwangerschaftskilos zu verlieren. Denn dieser Kampf geht auf deine Kosten: zu wenig Essen = Hunger in der Stillzeit. Dieser Hunger in der Stillzeit zieht Konsequenzen nach sich. Auf die 7 schwersten Folgen gehe ich weiter unten im Text ein. Statt Hunger setz lieber auf intuitive Ernährung in der Stillzeit!

Ist dieser unglaublich große Hunger in der Stillzeit normal?

In meiner Schwangerschaft dachte ich, ich wüsste nun, wovon alle hungrigen Mamas reden. Aber nein, erst in der Stillzeit habe ich erfahren, wie es sich anfühlt, gerade erst ein Käsebrot mit Paprika und danach ein Joghurt mit frischer Banane verdrückt zu haben und eine Stunde später schon wieder Hunger zu haben. Stillhunger ist Hunger auf ganz neuem Niveau! 

Geht es dir genauso? Dann fragst du dich vielleicht ähnlich wie ich zu Beginn meiner Stillreise:

Ich kann dich beruhigen: Ja, es ist normal! Und nein, du verlierst vermutlich nicht die Kontrolle.

Dein Energiebedarf steigt in der Stillzeit deutlich an. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung spricht von einem Mehrbedarf von etwa 400–500 kcal täglich. Diese Energie wird unter anderem für die Milchproduktion gebraucht, aber auch für dich, damit du die kräftezehrenden Stillnächte mit halbwegs guter Laune überstehst. 

Hunger ist also kein Problem. Hunger ist der natürliche Schutzmechanismus deines Körpers.

Er sagt: „Ich brauche Energie, um euch beide zu versorgen: dich und dein Baby!“

Und das ist nichts, wofür du dich schämen musst, du darfst das Gefühl von Kontrollverlust getrost beiseiteschieben und dich stattdessen mit intuitiver Ernährung auseinandersetzen.

Was bedeutet intuitive Ernährung eigentlich?

Intuitive Ernährung bedeutet, die eigenen Hunger- und Sättigungssignale bewusst wahrzunehmen und darauf zu reagieren, statt starren Diätregeln zu folgen. Diäten gehören übrigens nicht zu meinen Ernährungstrends für 2026, dafür achtsame Ernährung!

Gerade in der Stillzeit heißt das: nicht perfekt essen, sondern bedarfsgerecht.

Intuitives Essen in der Stillzeit bedeutet nicht, chaotisch oder unkontrolliert zu essen.
Es bedeutet, rechtzeitig zu essen.

Was intuitive Ernährung in der Stillzeit bedeutet:

  • Du nimmst frühe Hungersignale ernst.
  • Du wartest nicht bis zur völligen Erschöpfung.
  • Du sorgst vor – für dich und für dein Baby.

Was du auch bei intuitiver Ernährung beachten darfst, sind die richtigen Lebensmittelkombinationen. Denn Lebensmittel clever kombiniert kann deinen Körper unterstützen, Vitamine und Mineralstoffe besser aufzunehmen. So hilft dir das Vitamin C im Paprika zum Beispiel bei der Aufnahme vom in Linsen enthaltenen Eisen.

Wenn du Hunger übergehst, verschwindet er nicht

Viele Mamas versuchen, nach ihrer Schwangerschaft „diszipliniert“ zu sein.

  • Sie trinken Kaffee, statt zu frühstücken.
  • Sie essen erst, wenn das Baby schläft.
  • Sie warten, bis „endlich Ruhe ist“.

Doch es gibt keinen perfekten Zeitpunkt zum Essen. Der Schlafrhythmus deines Babys ändert sich ständig, zumindest bei meinem Baby ist es so. Das Einzige worauf ich mich wirklich verlassen kann ist, dass es keine Routine gibt und jeder Tag anders aussieht. Das heißt wir Mamas müssen lernen flexibel zu sein. Das Spielzeug am Boden kann warten aufgeräumt zu werden. Wer nicht warten kann, ist unser hungriger Körper. 

  • Mit Heißhunger.
  • Mit Energietiefs.
  • Mit Gereiztheit.
  • Mit dem Gefühl, völlig leer zu sein.

Physiologisch ist das logisch: Wenn Energie fehlt, reguliert dein Körper über Hormone wie Ghrelin und Leptin deinen Appetit neu. Energiemangel führt zu verstärkten Hungersignalen.

Hunger in der Stillzeit und seine fatalen Folgen für die ganze Familie!

Ich möchte hier ehrlich sein, ohne Druck zu machen.

Dein Körper priorisiert dein Baby.
Das bedeutet: Selbst wenn du zu wenig isst, wird dein Körper zunächst versuchen, die Milchproduktion aufrechtzuerhalten.

Aber langfristige Unterversorgung kann deine eigenen Reserven angreifen.

  1. Du fühlst dich müde und schlapp.
  2. Deine Regeneration leidet.
  3. Deine Stimmung kippt schneller.
  4. Du verlierst den Blick auf die schönen Dinge.
  5. Dein Körper produziert weniger Milch für dein Baby.
  6. Dein Baby wird zunehmend hungriger und ebenfalls gereizt.
  7. Dein Umfeld wird auf die Geduldsprobe gestellt, wenn die Stimmung auf Dauer angespannt ist.

Und eine erschöpfte Mama hat weniger Kraft für Nähe, Geduld und Alltag. Das spürst nicht nur du. Dein Hunger beeinflusst deine Stimmung, und somit die Beziehung zu allen anderen in deinem Umfeld. 

Deshalb geht es hier nicht um „mehr essen, um mehr Milch zu produzieren“. (Gründe für zu wenig Muttermilch + Lösung findest du hier.)
Es geht um deine stabile Versorgung: körperlich und mental. 

Essen oder durchziehen? Deine 2-Minuten-Übung im Stillalltag

1. Stell dir diese eine Frage

„Brauche ich gerade Energie?“

Vergiss Fragen wie: „Habe ich genug Disziplin?“ oder „Ist das jetzt gesund genug?“

Wichtig ist nur diese eine Frage:

Wenn ja, dann iss. Punkt.

2. Sichere deine Mahlzeiten ab

In der Stillzeit darf Essen einfach sein und muss schnell gehen. Also entweder du hast dir bereits am Vortag was für den nächsten Tag vorbereitet oder du greifst zu den klugen Blitz-Allroundern.

  • Ein Brot mit Butter oder Käse.
  • Eine Banane mit Nussmus.
  • Joghurt mit Haferflocken.
  • Cracker mit Hummus.
  • Stillkugeln.

3. Iss, bevor du komplett leer bist

Vielleicht gehörst du wie ich zu den Spezialisten, die oft erst bei 9 von 10 auf der Hungerskala essen.

Mein Impuls an dich, machs besser als ich:

Das fühlt sich am Anfang ungewohnt an, ich arbeite selbst gerade daran. Aber genau dort liegt die Prävention gegen die Heißhungerattacke am Abend. 

Um Heißhungerattacken zu vermeiden, war ein wichtiger Schritt für mich in meiner Schwangerschaft, ein ordentliches Frühstück in meinen Alltag zu integrieren. Da schaffe ich es schon gut, bereits bei einer 4 oder 5 auf der Hungerskala zu essen. Frühstück = beste Entscheidung!

Du hast keine Zeit für intuitive Ernährung in der Stillzeit?

Vielleicht denkst du gerade: „Hört sich ja alles toll an. Aber ich habe wirklich keine Zeit.“

Und ich verstehe das. Egal in welche Phase der Stillzeit – verdammt, mein Leben war noch nie so stressig und voll, wie in der Stillzeit!

Aber Essen ist keine Pause vom Mama-Sein. Es ist die Grundlage dafür. Du bist die Energiequelle für dein Baby. Und jede Energiequelle braucht selbst auch eine ordentliche Versorgung.

Ich möchte es hier nochmal betonen: 

  • perfekt essen.
  • clean essen.
  • kontrolliert essen. 

Sorge dafür, dass du genug Energie hast – sorge dafür, dass es dir gut geht. 

Das reicht vollkommen. Denn wenn es dir gut geht, gehts auch deinem Umfeld gut. Und du hast genug Kraft dich, dein Baby und alles was du dir vornimmst.

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Darf man in der Schwangerschaft Honig essen?

Darf man in der Schwangerschaft Honig essen?

Du fragst dich gerade: „Darf man in der Schwangerschaft Honig essen?“ Hier kommt die schnelle, alltagstaugliche Antwort, ohne um den heißen Brei zu reden!

 Du willst wissen, was in deiner Schwangerschaft wirklich sinnvoll ist – ohne Verzichtschaos und widersprüchliche Tipps? Im 1:1 für Schwangere bekommst du individuelle Unterstützung, klare Empfehlungen und einen Ernährungsplan, der zu deinem Alltag passt.

Die kurze Antwort auf die Frage: „Darf man in der Schwangerschaft Honig essen?“

Ja, du darfst Honig in der Schwangerschaft essen (wenn er hygienisch verarbeitet – also am besten aus dem Supermarkt).

Achte darauf Honig in Maßen statt in Massen zu genießen (Stichwort Zucker).

Wer darf keinen Honig essen?

Auf keinen Fall solltest du deinem Baby unter 1 Jahr Honig geben, aufgrund des Risikos für Botulismus (das gilt nicht für Schwangere!). Ich selbst verzichte bis zum 2. Lebensjahr darauf, meinem Kind Honig zu geben.

Warum Honig für Babys manchmal eine Gefahr darstellt und was Botox damit zu tun hat, kannst du beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. genauer nachlesen.

Worauf du achten solltest, wenn du in der Schwangerschaft Honig essen möchtest

  • Verwende lieber nur handelsüblichen Honig statt rohen, unbehandelter Honig direkt vom Imker ohne Qualitätskontrolle (so vermeidest du unnötige Keime) 
  • Genieß den Honig in Maße: Honig ist ein Naturprodukt, besteht aber zu rund 80% aus Zucker. Das heißt, du solltest dir den Honig nicht Löffelweise reinschieben.
  • Bio-Qualität bevorzugen: weniger Pestizidrückstände, bessere Kontrolle, und um lange Transportwege zu vermeiden, achte am besten auf eine europäische Herkunft.
  • Nicht zum Süßen von Babynahrung verwenden: Honig ist für Baby unter einem Jahr tabu!
  • Bei Schwangerschaftsdiabetes aufpassen: Honig wirkt sich auf den Blutzucker aus. Besprich die Thematik am besten mit einer dich betreuenden Fachperson. 

Wenn du unsicher bist: verwende folgende Honig-Alternativen

  • Ahornsirup 
  • Zerdrückte reife Banane 
  • Dattelsirup
  • Zimt oder Vanille für natürliches Aroma ganz ohne Zucker

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Mama Starterprogramm: online 1:1 Ernährungsberatung für Schwangere mit Veronika Julmi

Du möchtest in deiner Schwangerschaft nicht ständig googeln, sondern endlich wissen, was dir und deinem Baby wirklich guttut?

In meinem 1:1 für Schwangere begleite ich dich persönlich mit alltagstauglichen, fundierten Empfehlungen, damit du dich bei Ernährung, Beschwerden und Unsicherheiten endlich klar, sicher und gut aufgehoben fühlst.


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Darf man in der Schwangerschaft Sushi essen?

Darf man in der Schwangerschaft Sushi essen?


Du fragst dich gerade: „Darf man in der Schwangerschaft Sushi essen?“, oder „Ist Sushi wirklich erlaubt?“ – manche Frauen essen ja Sushi, wenn sie schwanger sind, und manche achten strickt darauf, Sushi zu vermeiden. Was stimmt denn nun?

Hier kommt die schnelle, alltagstaugliche Antwort – ohne groß um den heißen Brei zu reden, dafür mit klaren Fakten und Tipps für deinen Mama-Alltag.

Die kurze Antwort auf die Frage: „Darf man in der Schwangerschaft Sushi essen?“

Wenn du einen Teller Sushi mit rohem Fisch (dazu zählt auch geräucherter Fisch) oder rohen Meeresfrüchte, vor dir stehen hast, solltest du das Sushi nicht essen. Hier besteht ein erhöhtes Risiko für Keime wie Listerien oder Parasiten. Lies dir dazu gern den Beitrag der Deutschen Gesellschaft für Ernährung durch: Tipps zum Schutz vor Lebensmittelinfektionen.

Wenn du einen Teller Sushi mit Avocado, Karotten, Tofu oder gut durchgegarten Fisch vor dir stehen hast – dann gönn dir! Diese Art von Sushi darfst du auch in deiner Schwangerschaft essen!

Kann ich frittiertes Sushi essen, wenn ich schwanger bin?“

Wenn du frittiertes Essen gut verträgst, und der Fisch nicht mehr roh ist – greif zu! 

Frittiertes Sushi, auch bekannt als Tempura-Rollen oder Crunchy Rolls, ist oft gut durchgegart und damit eine sichere Alternative für Schwangere. Achte nur darauf, dass bei dicken Fischstäbchen, der Fisch auch tatsächlich ordentlich durchgegart ist. Ebenso sollte die Tempura-Rolle frisch zubereitet werden, und nicht schon stundenlang in der Auslage gelegen haben. 

Worauf du beim Verzehr von Sushi in der Schwangerschaft achten solltest:

  • Nur gegarten Fisch oder vegetarisches Sushi essen: Avocado, Gurke, gebratener Lachs oder Tofu sind unbedenklich.
  • Roher Fisch ist tabu! Kein Lachs, Thunfisch etc. in rohem Zustand: Um eine Infektion mit Listerien oder anderen Keimen zu vermeiden solltest du auch rohen Lach, Thunfisch und Co in deiner Schwangerschaft verzichten.
  • Kühlkette & Frische unbedingt beachten: Sushi aus der Selbstbedienungstheke oder vom Vortag ist keine gute Idee.
  • In Maßen genießen: auch bei gegartem Fisch solltest du auf die Quecksilberbelastung achten (z. B. bei Thunfisch).

Wie kannst du Sushi bedenkenlos essen, selbst wenn du schwanger bist?

Am besten ist es, du bereitest dir dein Sushi selbst zu Hause zu. Du kannst dafür folgende Zutaten verwenden:

Statt rohen Fisch:

  • Sushi mit Gemüse: Avocado, Karotte, Paprika, Gurke, eingelegtes Gemüse
  • Sushi mit gebratener Garnele, gegrillten Lachs oder Thunfisch aus der Dose

Statt tierischen Fisch:

  • Sushi mit veganem Fisch: Probier gern mal vegane Alternativen wie veganen Rächerlachs.
  • Sushi mit Tofu: den Tofu kannst du entweder gebraten oder roh in dein Sushi rollen.

Viele denken, sie müssen in der Schwangerschaft auf alles verzichten. Aber mit dem richtigen Wissen kannst du bewusst genießen, ohne Angst. 

Wenn du Lust auf Sushi hast: Frag zur Sicherheit beim Koch nach, greif zur veggie Variante oder mach dir dein Lieblingssushi einfach zu Hause selbst! Wenn du dir dein Sushi selbst zubereitest, hast du die Kontrolle, was Zutaten und Hygiene betrifft. Eine tolle Anleitung mit diversen veganen Sushi-Variationen findest du bei Zucker & Jagdwurst.

Du stehst am Anfang deiner Schwangerschaft und suchst nach Ernährungstipps für Einsteiger? Oder Tipps wie du deine Eisenaufnahme mit Hilfe der Ernährung steigern kannst? Dann klick dich durch meine Kategorie: Mama´s Food Facts: Ernährung in der Schwangerschaft. Dort findest du auch einen Beitrag wie du dein Immunsystem stärken kannst.

Darf ich Wasabi in der Schwangerschaft essen?

Neben Sojasauce gehört auf Wasabi zu einem guten Sushi dazu. Aber sollte in der Schwangerschaft nicht auf scharfes Essen verzichtet werden?

Scharfes Essen schadet deinem Baby nicht, sollte das deine Sorge sein. Bei der Frage, ob du scharf essen darfst oder nicht gehts rein um dein eigenes Wohlbefinden. Also hör auf deinen Bauch. Wenn du scharfes Essen gut verträgst, greif zu. Wenn du allerdings unter Sodbrennen leidest, lass lieber die Finger davon.  Mehr zum Thema findest du in meinem Beitrag:
Darf ich scharf essen in der Schwangerschaft?

Essen Japanerinnen Sushi in der Schwangerschaft?

Aber wie ist das eigentlich in Japan? Essen schwangere Frauen in Japan Sushi? Eine spannende Frage! Viele denken, im Ursprungsland des Sushi würden Schwangere bedenkenlos rohen Fisch genießen. Aber auch in Japan ändert sich die Ernährung, sobald ein Baby unterwegs ist: Sobald eine Frau schwanger ist, wird ähnlich wie hier, dazu geraten, den Konsum gewisser Lebensmittel einzuschränken oder auszusetzen.  

Japanerinnen verzichten aber nicht automatisch auf Sushi, doch traditionelles, rohes Sushi ist während der Schwangerschaft dort genauso ein Tabu wie bei uns.Das bedeutet nicht, dass Japanerinnen gänzlich auf Sushi verzichten müssen: Sie greifen dann auf gekochte Varianten, vegetarische Rollen oder sichere Alternativen zurück.

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Darf man in der Schwangerschaft scharf essen?

Darf man in der Schwangerschaft scharf essen?


Du liebst scharfes Essen, bist aber unsicher, ob das deinem Baby schadet? Hier kommt die schnelle, alltagstaugliche Antwort auf die Frage: „Darf man in der Schwangerschaft scharf essen?“ 

Die kurze Antwort auf die Frage: „Darf man in der Schwangerschaft scharf essen?“

Scharfes Essen ist in der Schwangerschaft grundsätzlich erlaubt, sofern du es gut verträgst.

Du solltest scharfes Essen in der Schwangerschaft lieber vermeiden, wenn du unter Sodbrennen, Magenproblemen oder Übelkeit leidest. All diese Probleme können sich durch Schärfe verschlimmern.

Worauf du achten solltest, wenn du in der Schwangerschaft scharf essen möchtest

  • Hör auf deinen Körper: Was du vorher mochtest, kann jetzt ganz anders wirken. Schärfe kann z. B. Übelkeit oder Blähungen verstärken, oder du verträgst sie einfach nicht mehr so gut wie vor deiner Schwangerschaft.
  • Du leidest unter Sodbrennen? Dann lieber Finger weg von Chili & Co! Besonders im letzten Trimester reagiert der Magen empfindlicher auf scharf gewürztes Essen. Auf Familienschaftz.at findest du Tipps gegen Sodbrennen.
  • Selbstgekocht schlägt Fertigprodukt: Wenn du selbst kochst, behältst du die Kontrolle über Mengen und Qualität der Gewürze.
  • Sollten Hämorrhoiden gerade zu einer deiner unliebsamen Schwangerschaftsbegleiterscheinungen zählen, verzichte lieber auf scharfes essen. Der Scharfmacher Capsaicin im Chili zum Beispiel kann Brennen und Jucken verschlimmer, du hingegen solltest lieber deine Schleimhäute schonen. Bei „Hallo Hebamme“ findest du wertvolles Wissen zu Hämorrhoiden.

Würzige Alternativen statt feurige Scharfmacher

Wenn du gerne scharf isst wie ich, dann kann ich mir vorstellen, was du dir jetzt denken wirst: Es gibt KEINE Alternative zu einer ordentlichen Prise Chilipulver! Ja,… da magst du vielleicht recht haben, aber bevor du unter den Folgen leidest, probier trotzdem mal folgende Alternativen aus:

  • Mildes Currypulver oder geräuchertes Paprikapulver 
  • Ingwer & Knoblauch
  • Frische Kräuter & Zitrone 

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Wenn der Körper „Nein“ sagt: Meine Schärfe-Realität in der Schwangerschaft

Eigentlich liebe ich scharfes essen. Ich kann echt nicht genug davon bekommen. Genauso gehts mir mit Knoblauch. Doch als ich schwanger war, war plötzlich alles anders! Mir wurde schon schlecht allein von dem Geruch von Knoblauch, und scharf essen konnte ich auch nicht mehr so wirklich. Da wurde mir so wirklich bewusst: Der Körper gibt einem schon unmissverständliche Signale, was er haben will und was nicht. 

Umso glücklicher war ich nach der Schwangerschaft, als ich mich wieder an Chili & Co. herantasten konnte. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn zu viel Chilisoße auf dem Teller landet. Und dann musst du plötzlich einen Teil des Essens an deinen Mann abgeben. Einfach, weil du Angst hast, dass dir die Schärfe gleich die Zunge aus dem Mund brennt.

Mein Rat: Mein Rat: Taste dich ran, in kleinen Schritten – und hör ehrlich hin, was dein Körper zum scharfen Essen sagt. Wenn du es gut verträgst, ist scharf in der Schwangerschaft in der Regel völlig okay. Wenn nicht, ist das kein Drama, sondern ein Signal. Und keine Sorge: Dein Baby merkt von der Schärfe nichts – nur DU musst dich wohlfühlen!

Mehr Schwangerschaftsmythen findest du in meinem Beitrag: Bullshitbingo!

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darf man Halloumi in der Schwangerschaft essen

Darf man Halloumi in der Schwangerschaft essen? – so klappt’s ohne Sorgen beim Essen

Vielleicht stehst du gerade vorm Kühlregal und stellt dir die Frage: Darf man Halloumi in der Schwangerschaft essen? Gar kein Problem, solange du ein paar Punkte beachtest! Wenn du so ein Käsetiger bist wie ich, hast du dir vermutlich gerade den Angstschweiß von der Stirn gewischt. Immerhin reicht es schon, wenn du in deiner Schwangerschaft auf Camembert & Co verzichten solltest. Auf was du dafür absolut nicht verzichten solltest, ist die Kombi aus Zucchini Polenta + Halloumi, eines meiner Lieblingsrezepte. 

Kurzantwort auf die Frage: Ist Halloumi in der Schwangerschaft erlaubt?

Ja! Wenn der Käse aus pasteurisierter Milch ist. 

Sollte der Halloumi nicht aus pasteurisierter Milch sein, achte darauf, den Käse gut zu erhitzen. Wenn du den Käse für mindestens 2 Minuten erhitzt, sodass im Inneren eine Temperatur von über 70°C ist, werden alle Bakterien, die eventuell im Käse lauern, abgetötet (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung).


Worauf du bei Halloumi in der Schwangerschaft achten solltest

  • Du solltest auf Pasteurisierung achten (dies gilt auch für Camembert): Die meisten Supermarkt-Halloumis sind aus pasteurisierter Milch, ein kurzer Blick aufs Etikett lohnt sich trotzdem.
  • Du solltest die Kühlkette & Haltbarkeit im Blick behalten: Auch verpackter Halloumi kann bei falscher Lagerung riskant werden. Also gilt wie bei allen anderen Milchprodukten: Halloumi mmer gekühlt aufbewahren und nach dem Öffnen zügig verbrauchen.
  • Halloumi solltest du, auch wenn er lecker ist, lieber nicht täglich essen. Auf Grund des hohen Salzgehalts reichts, wenn du dir den Halloumi nur ab und zu gönnst.
  • Unpasteurisierten Halloumi solltest du nur gut durcherhitzt essen: Halloumi sollte richtig heiß gebraten oder gegrillt werden – mindestens auf 70 °C, damit eventuell vorhandene Listerien abgetötet werden.

Darf man Halloumi in der Schwangerschaft essen?

Halloumi liefert auch Vitamin B12

Gerade in der Schwangerschaft ist dein Bedarf an Vitamin B12 erhöht – laut DGE brauchst du etwa 4,5 µg pro Tag (Stand: Juni 2025).
Was viele nicht wissen: In 100 g Halloumi stecken rund 1,1 µg Vitamin B12. Das deckt also schon etwa ein Viertel deines täglichen Bedarfs. Natürlich gilt: lieber nicht nur auf Käse setzen, aber gut durchgegarter Halloumi kann definitiv ein kleiner Beitrag zu deiner Nährstoffversorgung sein.

Wenn du dir beim Halloumi in der Schwangerschaft unsicher bist, greif zu sicheren Alternativen

  • Statt Halloumi kannst du auch zu pasteurisiertem Feta greifen. Dieser passt auch auf eine Kürbisquiche oder im als Schnitzel mit Rote-Beete und Feldsalat.
  • Es gibt auch veganen Grillkäse, vielleicht möchtest du diesen ja mal probieren. Leider quietscht der aber nicht so schön zwischen den Zähnen (leider? es soll ja Leute geben, die Halloumi genau wegen des Quietschens nicht essen – ich allerdings finde gerade das Quietschen das Highlight vom Halloumi)

Du stehst ganz am Anfang deiner Schwangerschaftsreise und hättest gern ein paar nützliche Tipps zum Thema Ernährung? Dann hab ich einen wertvollen Beitrag für dich: Die 7 besten Ernährungstipps für Schwangere – so gelingt dir der gesunde Start in die Ernährung

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Schwanger an Weihnachten - Selbstfürsorge

Schwanger an Weihnachten: du darfst mit vollem Keksmund „Nein“ sagen!

Weihnachten fühlt sich selten neutral an. Es ist geladen mit Kindheitserinnerungen, Emotionen, Erwartungen und leisen Regeln, die niemand ausspricht, aber alle zu kennen scheinen.

  • Wie lange die Weihnachtsfeier dauert.
  • Wann gegessen wird.
  • Was gegessen wird.
  • Wie lange man am Tisch sitzen bleibt.
  • Wie viel man aushält.
  • Und wie „dankbar“ man bitte zu sein hat.

Ganz schön viel Druck.
Und der wird nicht leichter, wenn dein Körper gerade damit beschäftigt ist, ein kleines Wunder zu bauen, inklusive Hormonchaos, Müdigkeit und sehr ehrlichen Bedürfnissen.

Schwanger zu sein, verändert vieles.
Und oft auch den Umgang mit genau diesen Regeln.

Dein Körper spielt nicht nach Feiertagsregeln

Vielleicht geht es dir ähnlich wie mir:
Dein Körper meldet sich jetzt, da du schwanger bist, häufiger. Klarer. Manchmal widersprüchlich.
Aber eines ist sicher, er reagiert sensibler.

Dein Körper weiß nicht, dass Weihnachten ist.
Er kennt keine Menüfolgen, keine festen Essenszeiten und keine gesellschaftlichen Erwartungen.

Er kennt nur:

  • Hunger
  • Sättigung
  • Müdigkeit
  • Wohlsein – und Unwohlsein

Und ja, er kennt auch den Duft von Lebkuchen und selbstgebackenen Vanillekipferln.

Womit dein schwangerer Körper gerade weniger anfangen kann, sind starre Abläufe und Erwartungen von außen.
Womit er sich hervorragend auskennt, sind seine eigenen Signale.

Dein Bauchgefühl weiß, was du brauchst

Vielleicht brauchst du morgens eine richtig große Portion zu essen, obwohl das große Festessen erst abends geplant ist.
Vielleicht hast du Lust auf etwas Süßes zwischendurch, auch wenn alle anderen gerade nicht essen.
Vielleicht fühlt sich ein schweres Essen plötzlich nicht mehr richtig an, obwohl ihr alle gemeinsam versammelt am schön gedeckten Weihnachtstisch sitzt.

Doch bitte lass dich jetzt bloß nicht verunsichern, von niemandem:
Du übertreibst nicht.
Du bist nicht egoistisch.

Wenn du deinem Körpergefühl vertraust, sorgst du gut für dich.
Und damit auch für dein Baby.

Das ist kein „sich gehen lassen“.
Das ist Wahrnehmung.

Willst du wissen, was mein größtes Learning in der Schwangerschaft war? Spoiler, es hat was mit Essen zu tun 😉

Essen darf dir schmecken und dich stärken

Ernährung für Schwangere an Weihnachten. Du darfst Reste stehen lassen.

Essen darf in der Schwangerschaft unterstützen, zufrieden machen und Kraft geben.
Gerade zu Weihnachten.

Du darfst, schwanger an Weihnachten:

  • genießen, ohne Kalorien zu rechnen
  • essen, ohne es dir „zu verdienen“
  • aufhören, wenn du satt bist
  • Reste stehen lassen, ohne dich zu erklären
  • Nein sagen zu Alkohol, Kaffee oder Lebensmitteln, die dir gerade nicht guttun

Und nein:
Von ein paar Keksen bekommst du kein Schwangerschaftsdiabetes.

Süßes gehört dazu. Punkt.

Süßes naschen an Weihnachten ist kein Ausrutscher.
Es ist Tradition. Erinnerung. Genuss.

Ein Keks.
Ein Stück Kuchen.
Ein warmer Schluck Kakao.

Du darfst dich in der Schwangerschaft ausgewogen und gesund ernähren.
Aber nicht alles muss optimiert werden, um wertvoll zu sein.

Bewusster Genuss bedeutet nicht, weniger zu essen, sondern den nächsten Zimtstern mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Nimm dir Zeit.
Genieße.
Es schmeckt nicht nur dir, sondern auch dem kleinen Zwerg in deinem Bauch.

Bewegung darf sein – Pause auch

Nur weil du schwanger bist, heißt das nicht, dass du dich nicht bewegen darfst. Du darfst Sport machen, auch an Weihnachten.

Ich weiß nicht, wie oft ich gefragt wurde, ob ich wirklich joggen gehe in der Schwangerschaft.
Mir ging es gut, also warum nicht?

Ob du spazieren gehst, eine kleine Laufrunde drehst, Yoga machst oder dich einfach mit hochgelegten Beinen aufs Sofa chillst:
Mach das, was du in diesem Moment brauchst.

Selbstfürsorge schwanger an Weihnachten - Pausen sind wichtig

Und wenn das heute Pause heißt, dann ist auch das genau richtig.

Wichtig ist nur eins:
Nimm dir die Pausen, die du brauchst

  • vom Essen.
  • von der Gesellschaft.
  • von Erwartungen.
  • vom Trubel.
  • oder von deinen eigenen Gedanken.

Selbstfürsorge ist kein Luxus, auch nicht an Weihnachten

Dein Körper verändert sich jeden Tag.
Seine Bedürfnisse auch.

Bewegung darf sich gut anfühlen, oder heute gar nicht stattfinden.
Beides ist richtig.

Grenzen setzen an Weihnachten - Selbstfürsorge in der Schwangerschaft

Du darfst Grenzen setzen, ohne sie zu erklären.
Du darfst Nein sagen:

  • zu Kommentaren.
  • zu Diskussionen.
  • zu Erwartungen, die sich schwer anfühlen.

Du darfst früher gehen.
Du darfst dich zurückziehen.
Du darfst Weihnachten auch leise feiern.

Grenzen setzen ist kein Egoismus.
Es ist Selbstfürsorge.
Und in der Schwangerschaft auch Fürsorge für dein Baby.


Meine 4 Tools für mehr Selbstfürsorge im Mama-Alltag findest du im Beitrag: Schwangerschaft, Stillzeit, Selbstzweifel.

Vielleicht ist dieses Weihnachten anders und genau deshalb gut

Vielleicht ist es langsamer.
Mit weniger Reizen.
Weniger perfekt.

Vielleicht isst du anders als früher.
Bewegst dich weniger.
Oder hörst öfter auf deine innere Stimme.

Das ist kein Verlust.
Das ist ein Übergang.
Ein zeitlicher Übergang, bis du deinen kleinen Schatz in Armen hältst.

Schwangerschaft ist keine Zeit für Disziplin

Sie ist eine Zeit für Beziehung.
Zu dir selbst.
Zu deinem Körper.
Und zu dem neuen Leben, das du begleitest.

Wenn du an Weihnachten auf dich hörst,
deine Bedürfnisse ernst nimmst
und dir erlaubst, gut zu dir zu sein,

dann ist es genau richtig.

So fühlt sich Weihnachtsfrieden an
für dich und dein Baby. 🤍

🎄✨ Ich wünsche dir wunderschöne Feiertage nach deinem Geschmack! 🎄✨

Veronika Julmi von MamaMahlzeit an Weihnachten
Weihnachten 2024

Dieser Blogbeitrag ersetzt keine individuelle medizinische, diätologische oder psychologische Beratung. Er dient ausschließlich der allgemeinen Information.
Bei konkreten Fragen rund um deine Schwangerschaft, bestehende Erkrankungen wie Schwangerschaftsdiabetes, Übergewicht oder ärztlich verordnete Bewegungseinschränkungen wende dich bitte an deine Gynäkologin, deine Hebamme, eine Diätologin oder eine psychologische Fachperson.

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