Schneller Blätterteig mit Pudding und Beeren: meine Notfall-Süßigkeit für spontanen Besuch

Egal ob sich ein Besuch spontan ankündigt oder dich deine Schwangerschaftsgelüste in die Küche zwingen – für beide Fälle habe ich heute das rettende Dessertrezept, welches jeden Süßhunger stillt. Und das, obwohl der Strudel sogar mit wenig Zucker auskommt: Blätterteig mit Pudding und Beeren, genauer gesagt: Blätterteig mit Topfen und Himbeeren + Heidelbeeren.

Blätterteig mit Topfen und Himbeeren Titelbild

Die 3 besten Gründe, warum du Blätterteigstrudel mit Beeren essen darfst

1. Der Strudel enthält eine gute Portion Eiweiß und Calcium dank Topfen (Quark).
2. Die Beeren liefern sekundäre Pflanzenstoffe und Süße, Zucker jedoch ist nicht viel drin in dem Strudel.
3. Der Strudel geht so einfach und schnell und auch die Einkaufsliste fällt schmal aus (ich selbst hab eigentlich immer alle Zutaten auf Vorrat zu Hause).

Mein Vorrats-Tipp

Seit einigen Jahren habe ich eigentlich immer Beeren und Blätterteig im Tiefkühlfach. Für genau so Momente wie oben: wenns schnell gehen muss. Mein Strudel kommt mit wenig Zutaten aus und liefert trotzdem maximalen Geschmack: Blätterteig, Pudding, Topfen, Beeren und etwas Zitronenabrieb. Mehr brauchst du eigentlich nicht, um dich und/oder deinen Besuch glücklich zu machen.

Achso… was ich noch erwähnen sollte – der Strudel geht auch noch richtig schnell und backt sich im Ofen quasi von allein.

Warum kann der Blätterteigstrudel mehr als nur purer Genuss zu sein?

To be honest: Blätterteig ist und bleibt ein eher fett- und energiereiches Lebensmittel. Da mach ich uns jetzt mal nichts vor. Aber mit einer Füllung aus Quark, Milch und Beeren wird aus einem klassischen süßen Gebäck trotzdem etwas, das nährstoffmäßig mehr hergibt als gedacht.

Benefits für Schwangere: Eiweiß, Calcium und Pflanzenpower

  1. Topfen (für alle Nicht-Österreicherinnen: Quark) und Milch liefern Eiweiß. Und gerade in der Schwangerschaft braucht dein Körper Protein unter anderem als Baustoff für neues Gewebe. Schließlich wächst nicht nur dein Baby und die Plazenta mit, auch dein eigenes Gewebe verändert sich.
  2. Dazu kommt Calcium aus den Milchprodukten, das unter anderem für Knochen und Zähne gebraucht wird.
  3. Und dann sind da noch die Beeren: Sie bringen Vitamine, Ballaststoffe und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe mit. Sie sind auf jeden Fall gut für dein Immunsystem.

Benefits für Stillende: Energie dank Blätterteig mit Pudding und Beeren

Stillen kostet Energie und Hunger zwischendurch gehört einfach dazu. Ich stille derzeit auch noch, ich weiß, wovon ich rede, wenn ich sag: stillen macht hungrig! Der Strudel kombiniert Kohlenhydrate und Fett aus dem Blätterteig mit Eiweiß aus Quark und Milch. Also alle Makronährstoffe, die dein Körper braucht, um satt zu werden.

Für mich ist er deshalb auch ein schönes Beispiel dafür, dass ein süßer Snack nicht nur aus Zucker bestehen muss.

Wichtige Zubereitungstipps für Beeren und Zitrone

  • Für den Zitronenabrieb nehme ich eine Bio-Zitrone, weil die Schale mitgegessen wird. Trotzdem gilt: vorher gründlich unter fließendem Wasser waschen und abtrocknen.
  • Beeren nicht unnötig lange erhitzen: Für den Strudel müssen sie natürlich mitgebacken werden. Servierst du ihn später mit frischen Beeren dazu, bekommst du zusätzlich noch ungekochtes Obst auf den Teller. Frische Beeren solltest du erst kurz vor der Verwendung waschen.
  • Tiefgekühlte Beeren werden in diesem Rezept im Strudel vollständig mit erhitzt. Das ist gerade in der Schwangerschaft wichtig, weil Krankheitserreger das Einfrieren überleben können.
Blätterteig mit Topfen und Himbeeren Titelbild

Strudel aus Blätterteig mit Pudding und Beeren

Gericht Nachspeise
Küche Deutsch, Österreichisch
Portionen 4 Portionen

Zutaten
  

  • 1 Rolle Blätterteig
  • 250 g Magertopfen (Magerquark)
  • 1 Bio-Zitrone (davon den Abrieb)
  • 1 Pkg Vanillepudding
  • 1/4 l Milch
  • 30 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 80 g TK-Heidelbeeren
  • 80 g TK-Himbeeren

Anleitungen
 

  • Pudding:
    100ml Milch mit Zucker aufkochen. Puddingpulver mit der restlichen Milch vermischen und in die heiße Milch einrühren. Unter ständigem Rühren kurz aufkochen lassen und dann zum Abkühlen beiseite stellen.
  • Topfen-Pudding-Creme:
    Eigelb und Topfen mit dem Abrieb einer Zitrone verrühren und den abgekühlten Pudding untermengen.
  • Blätterteig Strudel ausrollen und in der Mitte mit der Puddingvcreme bestreichen. Lass dabei links und rechts einen Rand von rund 2cm frei, der Rand der Längsseite darf ruhig großzügiger sein – rund 5cm.
  • Strudel laut Verpackung backen. Mein Strdudel war fertig nach 30 Minuten bei 200 Grad Ober- und Unterhitze.
  • Strudel auskühlen lassen und mit Staubzucker (Puderzucker) bestreuen.

Notizen

PS.: am Besten schmeckt der Strudel lauwarm. Also lass ihn ruhig ein paar Minuten heraußen stehen. Dann stockt auch die Puddingmasse, sollte diese zu weich sein. 
Keyword einfach, schnell

Blätterteig mit Topfen und Heidelbeeren oder Himbeeren: So passt du den Strudel saisonal an

Du musst nicht immer bei Beeren pur bleiben und du musst schon gar nicht bei nur einer Sorte bleiben.

Frühling und Sommer: Erdbeeren, Marillen, Himbeeren, Heidelbeeren oder Brombeeren, aber Blätterteig mit Topfen und Himbeeren ist bei mir im Sommer der klare Favorit.

Herbst: dünne Apfel- oder Birnenscheiben mit etwas Zimt auf der Puddingmasse verteilen – wer mag kann auch gern noch Rosinen darüber streuen.

Winter: Hier sind tiefgekühlte Beeren mein Favorit. Genau deshalb lohnt es sich, immer eine Packung im Tiefkühlfach zu haben. Du kannst aber auch zu Dosenpfirsich greifen.

Tipps gegen Food-Waste

Der Strudel eignet sich perfekt dafür, Reste aufzubrauchen:

  • Quark, dessen Mindesthaltbarkeitsdatum näher rückt
  • eine angebrochene Packung Milch
  • einzelne weiche Äpfel oder Birnen
  • Beerenreste
  • eine bereits angeschnittene Zitrone
  • verschiedene kleine Beerenmengen aus dem Tiefkühlfach

Blätterteigstrudel im Meal-Prep- und Wochenbett-Check

Wie gut lässt sich der Strudel vorbereiten, einfrieren oder aufwärmen?

Ich würde den Strudel auf jeden Fall immer frisch machen, dann schmeckt der Blätterteig einfach am besten. Du kannst ihn aber auch am nächsten Tag noch fertig essen. Zum Aufwärmen eignet sich besonders der Backofen oder Airfryer – dadurch wird der Blätterteig wieder knuspriger. Die Mikrowelle finde ich nicht geeignet um Bätterteiggerichte aufzuwärmen.

Darf ich Blätterteig mit Pudding und Beeren in der Schwangerschaft essen?

Die Füllung enthält keine rohen Eier und keine Rohmilchprodukte. Frische Beeren solltest du vor der Verarbeitung gründlich unter fließendem Wasser waschen, TK-Beeren werden in diesem Rezept mitgebacken und dabei vollständig erhitzt. Das ist in der Schwangerschaft besonders wichtig, weil Einfrieren mögliche Krankheitserreger nicht zuverlässig abtötet.

Und auch die Bio-Zitrone kommt vor dem Abreiben unter fließendes Wasser. Bio ersetzt gründliches Waschen nämlich nicht.

Häufige Fragen rund um den Blätterteigstrudel mit Beeren

Kann ich tiefgekühlte Beeren für den Blätterteigstrudel verwenden?

Ja, und genau das macht das Rezept so praktisch. TK-Beeren hast du vermutlich auf Vorrat zu Hause und kannst du dann direkt für den Strudel verwenden.

Was schmeckt besser: Blätterteig mit Topfen und Heidelbeeren oder mit Himbeeren?

Naja ich würde sagen das ist Geschmackssache. Ich mag Himbeeren wegen der leichten Säure, die schön gegen die cremige Topfen-Pudding-Füllung steht. Heidelbeeren sind dafür milder und werden beim Backen wunderbar weich. Am liebsten mische ich beide, dann muss ich mich gar nicht entscheiden.

Kann ich den Blätterteigstrudel schon am Vortag vorbereiten?

Du kannst ihn aber am Vortag backen, im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Servieren noch einmal kurz im Backofen oder Airfryer erwärmen. Den ungebackenen, bereits gefüllten Strudel würde ich dagegen nicht über Nacht im Kühlschrank stehen lassen: die feuchte Quark-Beeren-Füllung kann den Blätterteig aufweichen. Frisch zubereitet ist der Strudel einfach am Besten – mealprep hin oder her.

Kann ich den Zucker noch weiter reduzieren?

Ja. Die 30g Zucker beziehen sich auf die komplette Füllung, nicht auf ein einzelnes Stück. Verwendest du sehr süße Beeren oder isst du generell weniger süß, kannst du die Menge noch weiter reduzieren. Komplett weglassen würde ich ihn für die Erwachsenen-Version aber nicht zwingend. Ein Dessert darf schließlich auch einfach ein Dessert sein und ich selbst habe den Zucker bereits von 40g auf 30g reduziert.

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12 von 12: August 2026

Heute ist der 12. Austust 2026:

der Tag, an dem ich zum ersten mal im Beautysalon war.

Um was gehts bei 12 von 12?

Am 12. eines Monats werden 12 kleine Schnappschüsse aus dem ganz normalen Alltagswahnsinn gesammelt und auf dem Blog festgehalten. Echte Einblicke, keine gestellten schön hochpolierten Aufnahmen #nofilter. Die Fotos entstehen irgendwo zwischen Business/Unialltag dem ganz normalen Familienleben. Perfektion wird in diesem Format hinten angestellt, dafür steht die Echtheit im Vordergrund. Wer aller bei 12 von 12 mitmacht kannst du hier nachschauen.

Bild 1: Sammelfieber Plant Points

Mein Frühstück enthält folgende Plant Points: Kakaonips, Kokosraspeln, Hanfsamen, Cashewnüsse und Nektarinen.
Du fragst dich was Plant Points sind? Dazu ging heute folgender Blogbeitrag online: Plant Points für die Darmgesundheit: Wie 30 Pflanzen pro Woche wirklich machbar sind

Bild 2: Spielplatz 

Heute gibts leider keine Musikgruppe für meine Tochter (Sommerferien). Dafür waren wir Sandspielen. 

Bild 3: Mein erstes Mal im …. Beautysalon

Die Hochzeit rückt näher und ich wollte mal wissen, was ein Wimpernlifting so kann. Ich wusste schon vorher, dass das erste mal nicht so gut hält – darum habe ich vor der Hochzeit noch einen Termin vereinbart. Am Foto kommen die Wimpern leider nicht so doll zur Geltung. 

Bild 4: Apropos Beauty…

Gefühlt bin ich auch optisch die vergangenen 2 Jahre rund 10 Jahre gealtert. Mit 37 hab ich plötzlich richtig viele Falten – und vor allem beim story drehen für Instagram fällt mir das auf. Es nagt irgendwie an mir. Vielleicht kennt wer von euch das “Problem”?

Bild 5: Leben im Umzugschaos

Joa.. was soll ich zu meiner Verteidigung sagen? Reha, Prüfungsstress, Hochzeitsvorbereitungen,… da kann das Einräumen von Winterkleidung und co noch warten.

Bild 6: Das Sockendilemma

Wie schnell wachsen eigentlich Babyfüße? Musste heute schon wieder neue Socken kaufen – diesmal cool im Dino-Style. 

Bild 7: Shoppingfieber

Und weil Socken alleine nicht reichen, hab ich noch beim Eis-Set zugeschlagen. Das ganze kann man zum Sandspielen nutzen, aber auch zum auf- und zumachen Üben. Und wenn man das ganze mit Murmeln füllt kann damit auch noch schön laut geraschelt werden. Das ganze gibts zur Zeit bei Lidl.

Bild 8: Krankenlager

2026 ist der Wurm drin, was die Gesundheit betrifft. Ständig ist einer von uns dreien krank.

Bild 9: Kletterset am Balkon?

So siehts aus, wennn man ein Balkonkraftwerk installieren möchte. Ihr könnt auch gar nicht vorstellen wie schwer die Dinger sind! Ich habe mich nicht getraut, das mit meinem Mann im 2. Stock übers Geländer zu heben, also musste sich mein Mann was einfallen lassen. Hat super geklappt!

Bild 10: Brote, Brote, Brote

Nun heute ists zwar nur eines geworden, dafür aber ein extra großes Brot: Hefeteig mit Vollkornweizen- und Roggenmehl und Joghurt.

Bild 11: Lebensmittelretten

Soviel Obst wie heute hatte ich schon lange nicht zu Hause. Ein Teil davon wird eingefroren: Zwetschgen – daraus wird vielleicht mal ein Kuchen, Bananen und Melone – daraus wird bestimmt eine Eiscreme.

Bild 12: Beste-Reste

Vor 2 Tagen gabs Curry mit Brokkoli und Tofu dazu Reis. Da noch Curry ürbig geblieben ist, habe ich es kurzerhand in ein neues Gericht umgewandelt.

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Plant Points für die Darmgesundheit: Wie 30 Pflanzen pro Woche wirklich machbar sind

Das Wichtigste in Kürze:

1) Plant Points zählen jede einzelne Pflanzensorte, die du isst.  Ziel laut dem American Gut Project sind 30 verschiedene Pflanzen pro Woche, für mehr Darmgesundheit.
2) Obst, Gemüse, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Kräuter und Gewürze zählen alle einzeln mit.
3) Je vielfältiger dein Teller, desto vielfältiger dein Mikrobiom – das stärkt Darmbarriere, Immunsystem und Stoffwechsel.
4) Bakterien, die Ballaststoffe in Butyrat umwandeln, profitieren besonders davon.
5) Mit Samenglas, Nussmix und einem gut sortierten Kräuter-/Gewürzregal kommst du easy auf mehr Plant Points.

Hast du schon mal deine Pflanzen gezählt? Nein, nicht die am Fensterbrett – die auf deinem Teller. Genau darum geht’s bei Plant Points – einem einfachen Hebel für mehr Darmgesundheit. Optimalerweise essen wir 30 verschiedene pflanzliche Lebensmittel pro Woche. Und ja, ich weiß: 30 hört sich mal nach richtig viel an. Aber glaub mir, das ist machbarer, als du glaubst!

Was sind Plant Points eigentlich?

Ein Plant Point ist jedes einzelne pflanzliche Lebensmittel, das du isst. Dein Ziel sollten 30 verschiedene Pflanzenpunkte pro Woche sein. Dazu zählen:

  • Obst
  • Gemüse
  • Vollkorngetreide
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse
  • Samen
  • Kräuter
  • Gewürze

Die Idee dahinter kommt vom American Gut Project, einer riesigen Studie mit über 10.000 Teilnehmer:innen. Das Ergebnis: Menschen, die pro Woche mehr als 30 verschiedene Pflanzen gegessen haben, hatten eine deutlich vielfältigere Darmflora als jene, die nur bei rund 10 verschiedenen Sorten geblieben sind. (Die Darmflora bezeichnet die Gesamtheit der Mikroorganismen, die den menschlichen Darm, insbesondere den Dickdarm, besiedeln. Es handelt sich überwiegend um Bakterien, daneben aber auch um Archaeen, Pilze, Viren und Protozoen.)

Zugegeben, als ich das erste Mal davon gehört hab, dachte ich nur so: 30? Pro Woche? Ich bin damals mit meinem Mann beim Abendessen gesessen, bei Pasta mit Pesto, und dann haben wir angefangen zu zählen. Es war Winter und die Obst- und Gemüseauswahl relativ eintönig. Dennoch haben wir ziemlich schnell gemerkt, wie viele verschiedene Pflanzen tatsächlich schon auf dem Speiseplan stehen, und das, obwohl ich vorwiegend saisonale Lebensmittel kaufe. Das hat mich ziemlich motiviert, der Sache mit den Plant Points näher auf den Grund zu gehen.

Warum ist das gut für deine Darmgesundheit?

Jede Pflanzensorte bringt ihre eigene Mischung an Ballaststoffen und Pflanzenstoffen mit sich. Und die sind quasi das Lieblingsfutter deiner Darmbakterien. Je bunter und vielfältiger sich die Lebensmittel auf deinem Teller stapeln, desto vielfältiger wird auch dein Mikrobiom (= Darmflora) sein. Und ein artenreiches Mikrobiom gilt als einer der wichtigsten Marker für deine Darmgesundheit. Denn je vielseitiger die Mikroorganismen in deinem Darm sind, desto stabiler ist deine Darmflora gegenüber Krankheitserregern, desto stärker unterstützt sie dein Immunsystem und desto besser kann sie deinen Stoffwechsel fördern.

Besonders freuen dürfen sich dabei jene Bakterien, die Ballaststoffe in kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat umwandeln. Butyrat (das Salz der Buttersäure) ist sozusagen der Treibstoff für deine Darmschleimhaut. Es stärkt die Darmbarriere, wirkt entzündungshemmend und hat Einfluss auf dein Immunsystem. Kein Wunder also, dass Plant Points gerade so ein Thema sind.

Warum Plant Points gerade in Schwangerschaft und Stillzeit spannend sind

Gerade jetzt, in Schwangerschaft und Stillzeit, lohnt sich eine bunte, pflanzenbetonte Ernährung ganz besonders. Dein Mikrobiom verändert sich in der Schwangerschaft sowieso schon ordentlich und genau da kann eine bunte Portion Pflanzenvielfalt gegensteuern, ganz nebenbei auch bei der lästigen Verstopfung. Je mehr unterschiedliche Pflanzen auf deinem Teller landen, desto mehr Folat, Magnesium und Co. bekommst du automatisch mit, genau dann, wenn dein Körper sie am dringendsten braucht. Und weißt du was? Was du isst, wirkt sogar über die Geburt hinaus, weil dein Mikrobiom mitentscheidet, mit welcher Startausstattung dein Baby ins Leben startet.

Auch in der Stillzeit zahlt sich Vielfalt aus: Erste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass deine Ernährung über dein Mikrobiom sogar die Zusammensetzung der Muttermilch und das Darmmikrobiom deines Babys beeinflussen könnte. To be honest: Eindeutig ist die Studienlage hier noch nicht, also nimms als spannenden Denkanstoß und nicht als Gesetz.

Aber weißt du was? Plant Points sollen keine zusätzliche Aufgabe sein, die du dir als Mama noch aufhalsen musst. Sie sind einfach eine simple Orientierung, um ganz nebenbei mehr Vielfalt und unterschiedliche Nährstoffe auf den Teller zu bringen.

Meine 3 besten Tipps für mehr Plant Points

  1. Ein Samenglas herrichten. Ich hab mir ein Glas mit einer Mischung aus Leinsamen, Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen, Sesam, Hanfsamen und Chiasamen hergerichtet. Das steht bei mir griffbereit im Regal. Ein Löffel davon über den Salat, ins Joghurt oder aufs Porridge, und schon hast du locker 5–6 Plant Points nebenbei mitgenommen.
  2. Einen Nussmix als Snack für zwischendurch. Statt zur Chipstüte greif ich mittlerweile öfter zu einer Handvoll Nüsse: Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, Pekanüsse und gerne auch Cashewbruch (der ist günstiger als ganze Cashewkerne und schmeckt genauso gut). Nebenbei bringt der Nussmix noch ordentlich gute Fette in Form von ungesättigten Fettsäuren (z. B. Omega-3-Fettsäuren) mit, die dein Körper auch braucht. Gerade in der Schwangerschaft und Stillzeit sind ungesättigte Fettsäuren besonders wichtig, da sie unter anderem für den Aufbau von Zellen sowie für die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem des Babys benötigt werden.
  3. Kräuter und Gewürze großzügig einsetzen. Ein kleiner Kräutertopf am Fensterbrett und ein gut sortiertes Gewürzregal, und schon streust du bei jedem Kochen ein paar zusätzliche Plant Points mit rein. Petersilie, Schnittlauch, Oregano, Kurkuma, Paprika – alles zählt. Gerade wenn die Zeit knapp ist, ist das die günstigste und schnellste Art, die Vielfalt am Teller zu erhöhen.

Zusatztipp: Trockenobst. Ich hab mir noch ein Glas Studentenfutter hergerichtet – nur mit Upgrade. Statt nur Rosinen kannst du den Nussmix wie ich mit Apfelringen, getrockneten Mangostreifen, getrockneten Marillen, Zwetschgen oder kandiertem Ingwer pimpen. Bringt nochmal ein paar zusätzliche Plant Points und macht den Snack gleich viel spannender. Ein bisschen mehr spice schadet dem Studentenfutter meiner Meinung auch gar nicht, denn für mich klingt Studentenfutter immer etwas verstaubt,… nach einem snack von anno dazumal.

Mein Fazit zum Thema Plant Points und Darmgesundheit

Um auf die 30 Plant Points pro Woche zu kommen, musst du nicht deinen kompletten Speiseplan umkrempeln oder dich vegan ernähren. Es geht darum, ein paar kleine Add-Ons zu integrieren, und dabei sollen dir meine oben genannten Tipps helfen. Darüber wird sich nicht nur dein Darm freuen, sondern auch deine Geschmacksknospen – denn auch die lieben Abwechslung 😉

Häufig gestellte Fragen zu Plant Points und Darmgesundheit

Was sind Plant Points genau?

Plant Points zählen jedes einzelne pflanzliche Lebensmittel, das du isst: Obst, Gemüse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Kräuter und Gewürze zählen alle einzeln mit. Das vorgegebene Ziel sind 30 verschiedene Pflanzenpunkte pro Woche.

Wie viele Plant Points sollte ich pro Woche essen?

Die Empfehlung liegt bei 30 verschiedenen Pflanzen pro Woche. Das American Gut Project hat gezeigt, dass Menschen mit mehr als 30 Pflanzensorten eine deutlich vielfältigere Darmflora hatten als jene, die bei rund 10 Sorten geblieben sind.

Warum sind Plant Points gut für die Darmgesundheit?

Jede Pflanzensorte bringt eigene Ballaststoffe und Pflanzenstoffe mit, die meine Darmbakterien füttern. Je vielfältiger mein Teller, desto vielfältiger mein Mikrobiom – und das stärkt Darmbarriere, Immunsystem und Stoffwechsel.

Welche Bakterien profitieren von Plant Points?

Besonders jene Bakterien, die Ballaststoffe in kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat umwandeln. Butyrat ist quasi der Treibstoff für meine Darmschleimhaut und wirkt entzündungshemmend.

Wie komme ich am einfachsten auf mehr Plant Points?

Bei mir helfen ein fertiges Samenglas für Salat und Joghurt, ein Nussmix als Snack und ein gut sortiertes Kräuter- und Gewürzregal – so sammeln sich die Plant Points fast von allein.